eGovernment mit Open Source

Linux-Migration in München: Der Pinguin wird zum Goldesel

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  • 15.000 MS-Office Lizenzen
  • 7.500 MS-Windows Lizenzen (Annahme: auf 50 Prozent der PC muss Windows-Version aktualisiert werden wegen der Office-Version)
  • 7.500 Neuanschaffung von Hardware (Annahme: wegen hoher Windows Systemanforderungen vorzeitiger Ersatz)
  • Schulungskosten (Lernwelt und externe Trainer)
  • Migrationskosten (externe Migrationsunterstützung; Annahme: 15.000 Office-Migrationen und 7.500 Windows-Migrationen)
  • Vereinheitlichung des Formularwesens entsprechend WollMux

Die neuen Berechnungsgrundlagen und das Ergebnis

Aktualisiert auf die heutige Umgebung müssten die 7.500 PC als Bezugsgröße für Windows-Lizenzen und Hardware auf mindestens 10.000 PC erhöht werden (Aktueller Stand an LiMux-Arbeitsplätzen ist etwa 9.600 PC). Damit erhöhen sich die Gesamtkosten dieser Vergleichsrechnung um 1,65 Millionen Euro.

Noch nicht berücksichtigt ist dabei die inhaltliche Erweiterung des LiMux-Projektumfanges in Hinblick auf die Optimierung des Anforderungs- und Testmanagements. Die dafür im LiMux-Projekt getätigten Ausgaben belaufen sich auf 2,08 Millionen Euro.

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Ein dem Leistungsumfang des LiMux-Projektes vergleichbarer Ausbau auf Basis von Windows hätte damit bislang kalkulierte Kosten in Höhe von mindestens 15,52 Millionen Euro verursacht.

Ebenfalls nicht berücksichtigt ist dabei die Tatsache, dass ein Ausbau auf der Basis von Windows nicht nur die einmaligen Umstellungskosten berücksichtigen muss, sondern die alle drei bis vier Jahre notwendigen Updates für Betriebssystem und Office-System sowie die Preissteigerungen dafür.

Allein die Lizenzkosten für 10.000 PC mit aktuellen Windows- und Office-Lizenzen würden derzeit über 2,8 Millionen Euro betragen.

Im LiMux-Projekt hingegen fallen nur die einmaligen Umstellungskosten an, Lizenzkosten für die Open-Source-Produkte (beispielsweise Betriebssystem und Office-System) gibt es nicht, sämtliche neuen Produktversionen sind kostenlos.

Und neben der Wirtschaftlichkeit führt OB Christian Ude auf die Frage „Wie viele Mängelmeldungen von Mitarbeitern bei der Anwendung von LiMux wurden bisher registriert?“ weitere Argumente pro Open Source ins Feld:

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