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eGovernment-Studie Leuchtturmstrategien bewirken höhere Akzeptanz

| Autor / Redakteur: Dr. Johannes Peters / Gerald Viola

Die Hertie School of Governance hat für den Forschungsverbund ISPRAT eine Studie zum Einsatz von Shared Services in der Öffentlichen Verwaltung durchgeführt. Ergebnis: Das Potenzial für Kosteneinsparungen durch Bündelung und Industrialisierung von Dienstleistungen ist in Behörden mindestens ebenso groß wie in Wirtschaftsunternehmen.

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( Archiv: Vogel Business Media )

Allerdings erweisen sich die föderalen und dezentralen Verwaltungsstrukturen in der Bundesrepublik als gewichtiges Hemmnis. Dennoch sind Shared Services in vielen Bereichen realisierbar und könnten zu merklichen Vorteilen für Ämter, Wirtschaft und Bürger führen.

Wirtschaftsunternehmen haben die Bündelung von Dienstleistungen längst als wichtiges Instrument zur Kostenreduzierung entdeckt und in Shared Service Centern (SSC) umgesetzt. Auch bei der Öffentlichen Hand gibt es vereinzelte Beispiele, das unbestreitbare Optimierungspotenzial zentralisierter Dienste auszuschöpfen.

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Allerdings sind hier andere Barrieren zu überwinden als in Unternehmen: Föderale und dezentrale Verwaltungsstrukturen, unterschiedliche Zuständigkeitsbereiche von der Bundesbehörde bis zur Kommunalverwaltung sowie das Fehlen einer zentralen Steuerungsinstanz stehen der Umorganisation der öffentlichen Dienstleistungen entgegen.

Vor diesem Hintergrund hat der Forschungsverband ISPRAT (Interdisziplinäre Studien zu Politik, Recht, Administration und Politik e. V.) Anfang letzten Jahres ein Forschungsprojekt ins Leben gerufen, das Chancen und Potenziale von Shared-Service-Ansätzen in der Öffentlichen Verwaltung wissenschaftlich untersuchen soll. Unter der Bezeichnung „Bündelungs- und Industrialisierungsansätze bei der öffentlichen Leistungserbringung“ hat die Hertie School of Governance (HSoG) eine Studie erarbeitet, deren erste Ergebnisse jetzt vorliegen.

Generell zeichnet sich der Trend ab, dass das Thema Industrialisierung/Bündelung/Shared Service heute zwar vielfach in der Verwaltungsreformdiskussion angesprochen, aber noch gänzlich unzureichend umgesetzt wird. Selbst wenn das Thema auf die Tagesordnung der zuständigen Gremien gelangt, bleiben Realisierungsansätze entweder sehr spezifisch und auf Einzelfälle bezogen.

Die Auseinandersetzung mit den Chancen und Grenzen von Shared Services verläuft zumeist so allgemein, dass die Diskussion global und oberflächlich bleibt; in den Reformagenden deutscher Verwaltungen finden sich (auch deshalb) keine strategischen Gesamtansätze oder echten Priorisierungen.

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