Interview

Leitbilder des New Public Management müssen auch bei der Beschaffung gelten

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Die Studie stellt auch einen Zusammenhang zwischen öffentlicher Beschaffung und der Wirkung der Konjunkturpakete her. Wie ist dieser Zusammenhang Ihrer Meinung nach beschaffen?

Bergmoser: Die makroökonomische Hoffnung der Programme besteht darin, einen möglichst hohen Multiplikatoreffekt im Hinblick auf die Beeinflussung von Zielgrößen – wie zum Beispiel dem realen Bruttoinlandsprodukt – zu erreichen. Sprich, die konjunkturelle Wirkung eines jeden Euro, der mittels des öffentlichen Einkaufs ausgegeben wird, soll maximiert werden. Insbesondere die investiven Ausgaben der Programme sollen schließlich einen nachhaltigen Nutzen für Staat und Gesellschaft erzielen.

Da mit dem öffentlichen Einkauf ein großer Teil Gelder in den Gütermärkten platziert wird, kommt ihm eine dreifache Schlüsselrolle zu: Er kann helfen, Mitnahmeeffekte durch verteuerte Waren und Dienstleistungen zu vermindern, die Konjunkturprogramme zielgenau zuzuschneiden und zusätzlich den Abruf der Mittel steuern. Schließlich ist der öffentliche Einkauf in der Lage, den Multiplikatoreffekt durch eine wirtschaftlichere Mittelverwendung zu erhöhen.

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