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Folgeprojekt von Cloud4All Leichterer Zugriff auf ITK für Menschen mit Behinderung

| Autor: Ira Zahorsky

Eine neue cloud-basierte Breitbandinfrastruktur soll Senioren oder Menschen mit Behinderung den Zugang zum Internet erleichtern. Die EU unterstützt so genannte „eInklusions“-Projekte, die auch diesen Personengruppen den Zugang zu ITK ermöglichen möchten – sei es um online einzukaufen, sich auf einen Arbeitsplatz zu bewerben oder um Rat zu suchen.

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Menschen mit Behinderung brauchen auf ihre Bedürfnisse abgestimmte Technologie.
Menschen mit Behinderung brauchen auf ihre Bedürfnisse abgestimmte Technologie.
(Bild: belahoche_Fotolia.com)

Viele Menschen, darunter Senioren, Menschen mit Behinderung, Blinde und sehbehinderte Personen, fühlen sich oft aus der Welt der Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) ausgeschlossen, weil sie Schwierigkeiten haben, diese zu nutzen. Anderen ist diese Technologie schlicht zu kompliziert, und standardmäßige Benutzeroberflächen verwirren sie.

Prosperity4All („Wohlstand für alle“) ist ein Folgeprojekt von Cloud4All. Im Rahmen dieses Projekts war ein Verwaltungstool für Einstellungsprofile für Personen mit besonderen Bedürfnissen entwickelt worden, dank dem sie Computer, Tablets und Smartphones automatisch konfigurieren und somit einfacher bedienen können.

Ziel des Prosperity4All-Projekts ist es nun, die zugrunde liegende technische Infrastruktur zu entwickeln, die dieser Benutzergruppe den Zugriff auf assistive Technologien und Services ermöglicht. Dazu wurden Entwickler von Software und IT-Komponenten mit der gemeinsamen Entwicklung von Lösungen für Menschen mit besonderen Bedürfnissen betraut.

Die Verbreitung dieser Art von Technologie, soll mithilfe drei miteinander verknüpfter Plattformen erreicht werden:

  • Eine davon ist „Unified Listing“, ein durchsuchbarer Online-Katalog, in dem Benutzer mit besonderen Bedürfnissen eine große Auswahl an verschiedenen assistiven Produkten und Services finden.
  • Eine weitere ist „The DeveloperSpace“, ein gemeinsames Portal für Software- und Produktentwickler, das ihnen Zugang zu zahlreichen Ressourcen – von herkömmlichen Programmierschnittstellen (APIs) bis hin zu Leitfäden zu den Standards für Komponenten – und Möglichkeiten für Crowdsourcing bietet.
  • Und schließlich „The OpenMarketplace“, eine kommerzielle Plattform, auf der Lösungen international angeboten werden können.

Ein weiteres Ziel des Projekts ist es, einen nachfragegesteuerten Markt für assistive Technologien zu schaffen. Dazu untersuchen die Forscher Mechanismen, dank der die Nutzer den Entwicklern Feedback dazu geben können, welche Funktionen die besten sind und welche ihnen fehlen. Auf Basis dieser Informationen können anschließend Unternehmen dazu motiviert werden, neue Lösungen zu entwickeln, die das Leben der User einfacher machen.

Die Forscher möchten darüber hinaus „Assistance on Demand“-Services für bedarfsbasierte Unterstützung einrichten, sodass schutzbedürftige Personen Verwandte oder Pflegekräfte über ihre Geräte um Hilfe bitten können, sollten sie beispielweise gestürzt sein oder sich verlaufen haben.

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Über den Autor

 Ira Zahorsky

Ira Zahorsky

Redakteurin und Online-CvD, IT-BUSINESS