Studie Lehrkräfte sehen bei Technik an Schulen noch Defizite

Autor / Redakteur: dpa / Sarah Böttcher

In deutschen Schulen tut sich etwas. Allerdings noch zu wenig, zeigen die Ergebnisse einer Befragung von Lehrkräften durch das Marktforschungsinstitut Kantar. Während in Sachen WLAN-Ausstattung große Schritte genommen wurden, sieht es bei der technischen Unterstützung mau aus.

Deutschland ist vom digitalen Klassenzimmer noch weit entfernt.
Deutschland ist vom digitalen Klassenzimmer noch weit entfernt.
(Bild: Gorodenkoff - stock.adobe.com)

Die Investitionen in digitale Technik an Schulen in den vergangenen Jahren etwa durch den Digitalpakt Schule haben aus Sicht von Lehrkräften Verbesserungen bei der WLAN-Anbindung von Klassenräumen und bei Lernplattformen gebracht. In anderen Bereichen sehen sie dagegen weiterhin Defizite. Das ergab eine repräsentative Befragung von Lehrkräften weiterführender Schulen durch das Marktforschungsinstitut Kantar für die Deutsche Telekom Stiftung.

Demnach gaben 61 Prozent an, dass die Klassenräume an ihren Schulen WLAN haben. Bei der letzten Befragung im Jahr 2017 waren es 41 Prozent. Eine große Mehrheit (71 %) sieht eine Verbesserung der WLAN-Verfügbarkeit aufgrund von Investitionsprogrammen. 80,5 Prozent stellten außerdem Verbesserungen bei Lernplattformen und Lernmanagementsystemen innerhalb der letzten zwei Jahre an ihrer Schule fest. Einen „deutlichen Entwicklungsschub“ gibt es der Studie zufolge auch bei der Häufigkeit des Einsatzes digitaler Medien zum Lehren und Lernen.

Bei der Zufriedenheit mit der IT-Ausstattung der Schulen insgesamt hat sich allerdings nur wenig geändert: 2017 bezeichneten 55,6 Prozent der Lehrkräfte die Ausstattung als ausreichend. 2021 waren es kaum mehr: 56,6 Prozent. Großes Verbesserungspotenzial gebe es aus Sicht der Lehrerinnen und Lehrer auch bei der technischen Unterstützung, heißt es mit Blick auf nötige IT-Administratoren, die sich um die Technik an den Schulen kümmern.

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