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Latency | Latenz | Signallaufzeit

| Redakteur: Gerald Viola

1) In einem Netzwerk beschreibt die Latenz, die mit Verzögerung synonym ist, die für die Übertragung eines Datenpakets zwischen zwei Punkten benötigte Zeit. In manchen Szenarien (bei

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1) In einem Netzwerk beschreibt die Latenz, die mit Verzögerung synonym ist, die für die Übertragung eines Datenpakets zwischen zwei Punkten benötigte Zeit. In manchen Szenarien (bei AT&T zum Beispiel) wird die Latenz gemessen, indem man ein Paket sendet, das an den Absender zurückgeschickt wird, wobei die Gesamtzeit als Latenz bezeichnet wird.

Die Annahme bei der Latenz ist, dass alle Daten sofort (das heißt ohne jegliche Verzögerung) zwischen zwei Punkten übertragen werden sollten. Die Faktoren der Netzwerk-Latenz sind unter anderem:

  • Die Propagierung: Einfach ausgedrückt, handelt es sich hierbei um die Zeit, die ein Paket benötigt, um mit Lichtgeschwindigkeit zwischen zwei Punkten zu reisen.
  • Übertragung: Das Medium selbst (ob Lichtwellenleiter, drahtlos oder sonstig) verursacht eine gewisse Verzögerung. Die Paketgröße führt zu einer Verzögerung in der Übertragung und Rückübertragung, weil es länger dauert, ein größeres Paket zu empfangen und zurückzusenden.
  • Verarbeitung durch Router und andere Geräte: Jeder Gateway-Knoten braucht eine gewisse Zeit, um den Paket-Header zu untersuchen und ggf. zu ändern (beispielsweise, indem es den Hop-Zähler im Time-to-Live-Feld anpasst).
  • Sonstige von Computern und Speichergeräten verursachten Verzögerungen: Innerhalb vom Netzwerk auf jeder Seite der Übertragung kann ein Paket von Verzögerungen betroffen sein, die durch die Speicherung bzw. den Festplattenzugriff an bestimmten Punkten der Übertragungsstrecke betroffen sind, wie bei Switches und Bridges. (In der Backbone-Statistik wird diese Art von Latenz jedoch nicht berücksichtigt.)

2) In einem Computersystem bezeichnet die Latenz oft die Verzögerung oder die Wartezeit, welche die echte oder wahrgenommene Antwortzeit jenseits der gewünschten Antwortzeit erhöht. Die Faktoren der Latenz bei Computern sind größere Geschwindigkeitsunterschiede zwischen dem Mikroprozessor und den Input/Output-Geräten sowie nicht ausreichende Datenpuffer.

Innerhalb eines Computers kann die Latenz durch Techniken wie "Prefetching" kompensiert werden (dabei wird der Bedarf an Dateneingabeanforderungen antizipiert) oder indem man Paralleltechniken über mehrere Ausführungsthreads verwendet.

3) In der 3D-Simulation bei der Beschreibung eines Helms, der eine stereoskopische Sicht bietet und die Kopfbewegungen mitverfolgt, ist die Latenz die Zeit zwischen der Erkennung der Kopfbewegung durch den Computer und die für die Darstellung des entsprechenden Bildes benötigte Zeit.

(ID:2021284)