Kommunaler Dienstleister versorgt 8,5 Millionen Bürger Landschaftsverband vernetzt 400 Standorte für eGovernment

Redakteur: Gerald Viola

Ohne sie wären einige Errungenschaften des Gemeinwesens, des Zusammenlebens und Überlebens in Deutschland überhaupt nicht denkbar: Die Landschaftsverbände. Schon im 19. Jahrhundert gab es die ersten Kommunalverbände, darunter seit 1886 auch den Vorläufer des Landschaftsverbands Westfalen-Lippe (LWL), damals noch unter dem Namen Provinzialverband Westfalen.

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( Archiv: Vogel Business Media )

Heute wie zu den Gründerzeiten liegen die Hauptaufgaben des LWL im sozialen und kulturellen Bereich. Vor allem Bürger mit sozialen Problemen der ehemaligen Provinzen Westfalen und Lippe werden durch den Landschaftsverband in vielfältiger Form unterstützt.

So werden etwa Einrichtungen für behinderte Menschen, Jugend- und Schuleinrichtungen, psychiatrische Einrichtungen und Krankenhäuser, sowie der Maßregelvollzug vom LWL errichtet und betrieben. 70.000 Bürger profitierten von der Behindertenhilfe, 80.000 Schwerbehinderte wurden bei der Integration ins Arbeitsleben unterstützt, 40.000 Kriegsbeschädigte und Hinterbliebene sowie weitere 4.400 Opfer von Gewalttaten vertrauen auf die Unterstützung des LWL.

Darüber hinaus stehen 6.500 Betten in Krankenhäusern zur Verfügung, die jährlich von 50.000 Menschen stationär genutzt werden. Tausende behinderte Kinder und Jugendliche werden durch schulische Programme oder das einfache Vorhandensein von Ansprechpartnern unterstützt.

Dazu kommt ein großes kulturelles Engagement für Veranstaltungen und Einrichtungen. Etwa 40 (Förder-) Schulen, 19 Krankenhäuser, aber auch 17 Museen stehen unter der Ägide des LWL, der einer der größten deutschen Hilfezahler für behinderte Menschen ist.

Getragen wird das 2,2 Milliarden Euro umfassende Budget (2007) von den in 18 Kreisen organisierten 222 Gemeinden und den 9 kreisfreien Städten. Geleitet wird der LWL von einer 100 Personen starken Landschaftsversammlung, die sich aus Abgesandten aus den Kreisen und Kreisfreien Städten zusammensetzt.

Der zentrale Standort, von dem aus alle Tätigkeiten koordiniert werden, ist Münster. Darunter fällt auch das Referat 6 – Nachrichtentechnik im LWL-Bau- und Liegenschaftsbetrieb (LWL-BLB), das unter anderem für die Netzwerktechnik an den Standorten des Landschaftsverbands verantwortlich zeichnet.

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Die Herausforderung

Die Arbeit von 14.000 Mitarbeitern an 400 Standorten sicherzustellen, ist eine echte Herkulesaufgabe und nur mit den Errungenschaften moderner Technik zu bewältigen. Ein leistungsfähiges Netzwerk, das sich ständig an die wachsenden Anforderungen und neuen Technologien anpasst, ist eine Grundvoraussetzung für einen reibungslosen Ablauf im LWL.

Dabei reicht die Größe der Einrichtungen vom kleinen Wohnverbund über Schulen und Museen bis hin zu Großeinrichtungen wie Kliniken oder Forensiken. Die Hauptverwaltung in Münster mit ihren etwa 3.000 Mitarbeitern wurde wie ein Großbetrieb organisiert und eingerichtet.

Darüber hinaus sind mehr als 100 Telearbeiter mit sicheren Fernzugängen in das Netzwerk des LWL eingebunden.

Diese Arbeit liegt vor allem in den Händen der LWL-IT-Abteilung und des Referates 6 des LWL-BLB. In der IT kümmert man sich um alles, was über das vom Referat Nachrichtentechnik im Bau- und Liegenschaftsbetrieb unterhaltene Netzwerk läuft.

Elf Beschäftigte unterstützen den Leiter der Nachrichtentechnik Walter Fischer im gesamten Verband einen stabilen nachrichtentechnischen Betrieb zu gewährleisten. Alle Standorte des LWL sind miteinander hochwertig vernetzt. Die dauernde Weiterentwicklung in den Bereichen Telekommunikation und Netzwerktechnik erfordert eine ständige Anpassung an die aktuellen Verhältnisse und die Anschaffung leistungsfähiger Geräte.

„Kompatibilität, konsistente Administration und eine exzellente Price-Performance standen bei uns ganz oben im Pflichtenheft, betont Walter Fischer vom LWL und fährt fort: „Dies waren die entscheidenden Punkte, die 3Com bei der Ausschreibung des Rahmenvertrages zur vollsten Zufriedenheit erfüllen konnte.“

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Die Lösung

Ein Rahmenvertrag für die Dauer von zwei Jahren mit zweimaliger Verlängerungsoption beinhaltet die Installation und den Betrieb sämtlicher 3Com-Enterprise-Produkte, von denen mittlerweile etwa 1.100 im LWL im Einsatz sind.

Darunter natürlich auch die neuesten Produkte wie die 3Com Switches 5500/5500G oder die 3Com Switches 4500/4500G. Das für 3Com erfreuliche Ergebnis des Ausschreibungswettbewerbs sind etwa 1,7 Millionen Euro, die zusammen mit dem Implementierungspartner WTG gewonnen wurden.

Für den LWL bedeutete die Entscheidung für 3Com den Schritt in eine neue Welt, waren doch vorher noch Token-Ring-Installationen und eine sehr heterogene Netzwerklandschaft im gesamten LWL an der Tagesordnung.

Organisation

Der Implementierungspartner WTG unterstützt Walter Fischer und das Referat 6 – Nachrichtentechnik bei der Planung, der Zusammenstellung und der Umsetzung sämtlicher Netzwerkarbeiten im LWL.

Dafür steht vor Ort von den meistgenutzten Geräten ein gewisser Lagerbestand zur Verfügung, sodass die Beschäftigten des Referates Nachrichtentechnik sofort das gerade benötigte Element herausgreifen, konfigurieren, katalogisieren und inventarisieren konnten.

So wird nicht zuletzt mithilfe des 3Com IMK bzw. 3ND eine lückenlose Dokumentation des mehrere 1.000 Einzelposten umfassenden Geräteparks gewährleistet. Außerdem vereinfacht die über alle Enterprise-Produkte und ihre Generationen konsistente Administrationssoftware die Arbeit der LWL-Nachrichtentechniker ungemein.

„Eine weitere Arbeitserleichterung ist auch die Zuverlässigkeit der eingesetzten 3Com-Komponenten“, erklärt der Implementierungspartner WTG. Durch die 3Com-Technik kann das Referat eine hohe Verfügbarkeit des Netzwerks garantieren. Vor allem angesichts der großen Anzahl an 3Com-Geräten ist die Ausfallquote erfreulich niedrig. Der Strombedarf der Geräte ist vergleichsweise gering – ein weiterer Beitrag, um die Betriebskosten eines Netzwerkes möglichst niedrig zu halten.

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Kompatibilität

Der Implementierungspartner WTG ist für die Münsteraner ein alter Bekannter. Der Telekommunikationsdienstleister unterstützt den LWL auch in Sachen Telefonverbindungen, die ohne das 3Com-Netzwerk nicht denkbar wären. Das komplette Switching der Kommunikation läuft über 3Com-Geräte.

Nicht nur hier zeigt sich die unkomplizierte Integration von 3Com-Technik. Sämtliche WAN-Verbindungen baut der LWL über Geräte von Cisco auf. Darüber hinaus arbeiten etwa 10.000 Mitarbeiter mit Rechnersystemen, die unter Windows-Betriebssytemen der Versionen 2000 und XP in Netzwerken unter Windows 2003 Server laufen. In der Hauptverwaltung hingegen hängen die Clients an einem Novell-betriebenen Netzwerk.

So gab und gibt es bei der Implementierung der 3Com-Technik kaum Probleme. Das 3Com-Managementtool beherrscht quer durch sämtliche Gerätegenerationen alle Produkte, die unter diesem Namen eingekauft und eingesetzt werden.

Warum 3Com?

Nicht erst seit Abschluss des aktuellen Rahmenvertrages arbeitet Walter Fischer mit Technik von 3Com. Er ist überzeugt: „Aktuelle 3Com-Technik ist ausgereift, einfach zu installieren und zu administrieren, arbeitet ohne Komplikationen und ist im Enterprise-Bereich bedenkenlos einsetzbar. Dieser Überzeugung war ich nicht immer, denn es gab schwierige Generationen von 3Com-Geräten“, so der Referatsleiter.

„Für 3Com sprach in den letzten Jahren auch, dass die Produkte wieder auf dem hohen Standard früherer Generationen und damit im Enterprise-Bereich prima einsetzbar sind.“

Zu dieser Zuverlässigkeit und dem komplikationslosen Betrieb kommt nach Meinung des Leiters der Nachrichtentechnik im LWL ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Ohne Abstriche an Funktionen und Übertragungsgeschwindigkeit kann man mit 3Com-Technik ein hochperformantes und einfach zu unterhaltendes Netzwerk installieren und betreiben. Zudem ist die Aussicht einer homogenen Administrationssoftware ein Faktor, der den LWL überzeugte. Nicht zuletzt ist Walter Fischer vom 3Com-Service fasziniert: „Wenn wir den Kontakt zu unserem Netzwerkpartner 3Com brauchen, dann steht auch immer sofort kompetenter Support zur Verfügung.“

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