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Nationale eGovernment-Strategie Landkreistag will kein zentrales Verwaltungsnetzwerk

| Redakteur: Gerald Viola

Der Deutsche Landkreistag hat eine Positionsbestimmung zur Nationalen eGovernment-Strategie vorgenommen. Einen zentralen Punkt bildet das Bekenntnis der Kreise zum eGovernment. Sie werden auch in Zukunft ihren Beitrag für eine zeitgemäße Erbringung von Verwaltungsdienstleistungen in Deutschland leisten. „Den Landkreisen kommt aufgrund ihrer breit gefächerten Kompetenzen, ihrer Bündelungsfunktion und ihrer Flächenhaftigkeit bei gleichzeitiger Überschaubarkeit eine besondere Bedeutung beim eGovernment-Ausbau in Deutschland zu“, sagte Pressesprecher Dr. Markus Mempel.

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( Archiv: Vogel Business Media )

Professor Dr. Hans-Günter Hennecke, geschäftsführendes Präsidialmitglied des Deutschen Landkreistages: „Die Ausgestaltung von eGovernment hat sich dabei an dem Nutzen für die drei maßgeblichen Anwendergruppen – Bürger, Unternehmen und Verwaltung – zu orientieren. Wegen der Vielzahl der Kontakte sind insbesondere wirtschaftsbezogene Anwendungen stärker in den Mittelpunkt zu stellen.“

Allerdings sagt er auch: „Die Landkreise sprechen sich zudem gegen in der Vergangenheit zu beobachtende Zentralisierungsbestrebungen bei IT-Vorhaben aus, da diese weder der föderalen Struktur der Bundesrepublik entsprechen noch technisch sinnvoll sind. Um die erforderliche Kommunikation ebenenübergreifend sicherzustellen zu können, ist allerdings eine weitgehende Standardisierung von Kommunikationsprozessen unumgänglich. Dabei ist Hersteller- und Produktneutralität von großer Bedeutung. Aus sicherheits- wie aus verfassungsrechtlichen Gründen ist zudem ein vernetztes Vorgehen anzustreben. Eine Vernetzung von dezentralen Systemen hat den Vorteil, dass Ausfälle einzelner Systeme nicht den Ausfall des Gesamtsystems bedeuten.“

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