Mehr Transparenz und mehr Bürgerbeteiligung

Landkreis Lüneburg startet Open-Data-Portal

| Autor: Manfred Klein

Mehr Transparenz durch offene Daten: IT-Leiter Stefan Domanske (links) und Projektleiter Hendrik Lampe vom Landkreis Lüneburg haben bereits über 100 Datensätze im Open-Data-Portal veröffentlicht.
Mehr Transparenz durch offene Daten: IT-Leiter Stefan Domanske (links) und Projektleiter Hendrik Lampe vom Landkreis Lüneburg haben bereits über 100 Datensätze im Open-Data-Portal veröffentlicht. (Bild: Landkreis Lüneburg)

Ob Wahlergebnisse oder die aktuelle Einwohnerentwicklung, ob Schadstoffbelastung oder Bebauungspläne – mit seinem Open-Data-Portal will der Landkreis Lüneburg seine Bürger und Wirtschaftsunternehmen umfassend informieren.

Schon jetzt sollen über das Open-Data-Portal mehr als 100 Datensätze abgerufen werden können.so die Verantwortlichen. Besonders stolz ist IT-Leiter Stefan Domanske auf die Schnelligkeit der Umsetzung: „Wir sind einer der ersten Landkreise mit einem eigenen Open-Data-Portal in Deutschland.“

Und weiter: „Als Verwaltung verfügen wir über viele Daten, die indirekt durch den Steuerzahler finanziert wurden“, erklärt Stefan Domanske, „diese Daten können – außer für uns – auch für viele andere relevant sein. Deshalb wollen wir unseren Datenschatz nach und nach öffnen.“

„Die Daten sind maschinenlesbar und können problemlos in gängige Programme importiert und weiterverarbeitet werden“, so Projektleiter Hendrik Lampe, „es ist beispielsweise auch möglich, sie für die Entwicklung einer neuen Anwendung zu nutzen, weil die Daten über eine Schnittstelle des Portals abgerufen werden können.“

Erste Interessenten gebe es auch schon, berichtet Hendrik Lampe: „Eine Lüneburger Softwarefirma hat eine Badegewässer-Webapp entwickelt, die mit Daten unseres Portals angereichert wird.“

Bevor Datensätze öffentlich zugänglich gemacht werden, wird sichergestellt, dass sich keine personenbezogenen, urheberrechtlich geschützten oder sicherheitsrelevanten Informationen darunter befinden. „Bürgerinnen und Bürger, die einen Vorschlag für weitere Veröffentlichungen haben, können sich jederzeit unter der eMail an uns wenden“, sagt Hendrik Lampe, „als nächstes kommen die Wahlergebnisse der Kommunalwahl am 11. September auf das Portal. Geplant sei ist übrigens auch, das Portal für die Kommunen im Kreisgebiet zu öffnen.“

Im Gegensatz zu anderen Bundesländern hat Niedersachen noch kein Transparenzgesetz verabschiedet. Grundlage ist deshalb ein Kreistagsbeschluss aus dem Oktober 2014. Mit dem Open-Data-Portal will sich die Kreisverwaltung daher auch auf die künftigen gesetzlichen Anforderungen vorbereiten.

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