eGovernment in Baden-Württemberg

Landesregierung strebt Errichtung einer IT-Landesoberbehörde an

| Redakteur: Manfred Klein

„Die IT-Neuordnung soll nicht nur die verteilte IT samt Menschen und Maschinen in einer neuen Behörde zusammenführen, sondern die IT-Landschaft unserer Behörden grundlegend neu ausrichten“, erklärte Innenminister Reinhold Gall.

Damit sei zum Beispiel die Reduzierung von unnötiger Vielfalt bei IT-Systemen auf ein gemeinsames Produktportfolio gemeint sowie die Automatisierung von immer wiederkehrenden Prozessen.

„Nur durch konsequente Bündelung und Standardisierung der IT werden wir es schaffen, Synergien zu nutzen, Ausgaben zu verringern und gleichzeitig die IT der Landesverwaltung technologisch ‚up to date‘ zu halten und den immer wichtiger werdenden Sicherheitsanforderungen gerecht zu werden“, unterstrich der Innenminister.

Zugleich wies er darauf hin: „Die IT der Landesverwaltung ist schon heute nicht nur eine Dienstleistung nach innen, sondern als Teil eines modernen eGovernments ein Service für Bürger und Wirtschaft mit zunehmender Bedeutung.“

Die Landesregierung geht davon aus, dass ab dem Haushaltsjahr 2017 ansteigend bis 2021 Einsparungen für alle Ressorthaushalte insgesamt von schließlich 40 Millionen Euro jährlich zu erzielen sind – auf der Basis heutiger Anforderungen. Diese Ziele werden bei der Planung berücksichtigt und weiter konkretisiert.

Die Landesregierung hatte die IT-Neuordnung durch den Beschluss von Eckpunkten im Juni 2014 angestoßen. Auf dieser Grundlage wurde der heute vom Kabinett beschlossene Gesetzesentwurf zur Gründung der BITBW erarbeitet.

Im nächsten Schritt soll nun die aktuell in den einzelnen Behörden eingesetzte Informationstechnik analysiert werden. Der künftige CIO wird dann mit jedem Ressort gemeinsam einen individuellen Stufenplan zur Integration der dort vorhandenen IT-Systeme erarbeiten.

Technologische und organisatorische Vorteile durch Synergien und Einsparungen im Bereich der IT der Landesverwaltung sind nur durch konsequente Bündelung und Standardisierung möglich. Damit BITBW dies erreichen kann, ist eine „kritische Masse“ an Kunden notwendig.

Wie in anderen Ländern ist daher vorgesehen, dass die Ressorts ihre IT künftig ausschließlich über BITBW beziehen dürfen. Die Kunden können ihre Interessen im Verwaltungsrat des neuen Landesbetriebs einbringen und beispielsweise auf das Produktportfolio Einfluss nehmen.

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