Saarland

Landesregierung macht den Weg frei für IT-Neuausrichtung

| Redakteur: Manfred Klein

Im Saarland setzt man darauf, dass Ressorts- und zentrale IT die gemeinsamen Interessen in den Mittelpunkt stellen. Im IT-PSG sollen die IT-Beauftragten der Ressorts und die Vertreter der zentralen IT-Einrichtungen des Landes kooperativ zusammenarbeiten. Die Beschlüsse im IT-Planungs- und Steuerungsgremium werden mit einer doppelten Mehrheit gefasst. Es müssen die Mehrheit der Mitglieder des IT-PSG und die Mehrheit der Ressortvertreter zustimmen.

Damit wird gewährleistet, dass die Interessen der Ressorts in besonderer Weise gewahrt werden. Auf dieses Ziel haben sich im Saarland die Akteure geeinigt.

Erst für den Fall, dass ein Ressort einen Beschluss nicht mittragen kann, ist als Eskalationsebene über dem IT-Planungs- und Steuerungsgremium die Staatssekretärsbesprechung zu befassen. Die Staatssekretärsbesprechung entscheidet auch über strategische Fragen der IT, die im IT-PSG vorberaten werden.

Das „IT-Planungs- und Steuerungsgremium“ setzt sich zusammen aus den IT-Beauftragten der Ressorts sowie je einem stimmberechtigten Mitglied der Stabsstelle Zentrales IT-Management (CIO), des IT-Innovationszentrums, der Fachaufsicht des zentralen IT-Dienstleisters und des zentralen IT-Dienstleisters.

Mit beratender Stimme können an den Sitzungen des IT-PSG je ein Vertreter der Landtagsverwaltung, der Hochschul-IT, der Personalentwicklungs- und Koordinationsstelle (PEKS) der Staatskanzlei, der Haushaltsabteilung des Ministeriums für Finanzen und Europa und der Personalsondervertretung teilnehmen.

Das unabhängige Datenschutzzentrum Saarland, der Rechnungshof des Saarlandes sowie die kommunalen Spitzenverbände können ebenfalls an den Sitzungen teilnehmen. Die Geschäftsführung und der Vorsitz im IT-Planungs- und Steuerungsgremium liegen beim Landes-CIO Dr. Hanno Thewes.

Um die Arbeitsfähigkeit der neuen Struktur zu gewährleisten, werden mit dem Landesystem- und Betriebskonzept Prüfprozesse eingeführt, die sicherstellen, dass Landesstandards künftig eingehalten und gemeinsam weiterentwickelt werden.

Dieser standardisierte Prüfungsprozess zur Neueinführung von Software beziehungsweise IT-Verfahren stellt sicher, dass Vorhaben im IT-Bereich vor ihrer Einführung – unter Berücksichtigung der nachhaltigen Finanzierung personeller und finanzieller Ressourcen – auf ihre Umsetzbarkeit innerhalb des einheitlichen Systemkonzeptes geprüft werden.

Neue Vorhaben werden dem IT-Innovationszentrum gemeldet, welches – bei Bedarf unter Einbeziehung des IT-Dienstleistungszentrums oder der Kompetenzteams – die Übereinstimmung mit dem IT-LSBK prüft und im Falle einer Abweichung dem IT-Planungs- und Steuerungsgremium einen Vorschlag zur Entscheidung zuleitet. So sollen Abweichungen vom IT-LSBK durch Insellösungen vermieden und feste Standards eingehalten werden.

Dabei berät das IT-Innovationszentrum (IT-I) die Ressorts, um deren Aufgaben und Anforderungen innerhalb des Rahmens des Landessystemkonzeptes umsetzen zu können.

Mit dem Beschluss des Ministerrates über die neuen IT-Strukturen im Saarland wird die konsequente Zentralisierung der IT umgesetzt und damit auch ein Shared Service für die Landesverwaltung geschaffen.

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