Saarland

Landesregierung macht den Weg frei für IT-Neuausrichtung

| Redakteur: Manfred Klein

Die neuen Funktionsbereiche sind:

  • Kundenservicemanagement, das für die Kontakte und die Mitwirkung des IT-Dienstleisters in IT-Projekten gegenüber den Ressorts verantwortlich ist.
  • IT-Servicemanagement, das für die fachbereichsübergreifende Koordinierung innerhalb des Dienstleisters zuständig ist. Gleichzeitig werden die vorhandene Benutzerbetreuung (User-Helpdesk) und das RZ-Management erweitert und der Bereich Controlling/internes Lizenzmanagement ausgebaut. Dieser Bereich ist von besonderer wirtschaftlicher Bedeutung, da in einem zentralen Lizenzmanagement große Einsparpotenziale liegen. Dies hat auch der Landesrechnungshof gefordert. Um diese neuen Aufgabenfelder zu personalisieren, werden von den Ressorts auf der Zeitachse 2014/2015 insgesamt acht Stellen zum zentralen IT-Dienstleistungszentrum verlagert.
  • Die im IT-LSBK beschriebenen IT-Betriebsprozesse stellen die Grundlage für die zukünftige Bereitstellung von Diensten durch das IT-DLZ dar. Durch die Definition von klaren Verantwortlichkeiten und Rollen im Prozess der Auftragsabwicklung und des IT-Betriebs zwischen Ressorts und IT-DLZ soll eine von beiden Seiten vereinbarte Servicequalität sichergestellt werden. Im IT-LSBK werden zunächst acht Prozesse definiert, die sich an üblichen Standards im IT-Bereich orientieren, teilweise auf bereits bei der ZDV-Saar implementierten Prozessen aufbauen und schrittweise mit zunehmender Integration beim IT-DLZ weiterentwickelt werden sollen.
  • Das im IT-LSBK enthaltene Systemkonzept bildet die Basis zur Prüfung der künftig zentral zu betreibenden IT-Systeme in der Landesverwaltung. Auf Grundlage einer umfangreichen IST-Analyse der in den Dienststellen eingesetzten Software wurde für über zwanzig wesentliche Anwendungsbereiche das Standardisierungspotenzial ermittelt und festgestellt, dass für gleiche Aufgaben an unterschiedlichen Stellen verschiedene Softwareprodukte eingesetzt werden. Ziel ist es, in Zukunft für die jeweilige Aufgabe möglichst einheitliche Software anzubieten, die zentral beschafft, verwaltet und gewartet wird. In Verbindung mit einem landesweit aufzubauenden, zentralen Lizenzmanagement kann so ein bedeutendes Sparpotenzial gehoben werden. Das IT-DLZ wird in Zukunft den Ressorts für zentral betriebene IT-Systeme einen standardisierten Arbeitsplatz (Saarland-Client) anbieten können, der eine Basis von landeseinheitlichen IT-Anwendungen bereitstellt und nur noch um spezielle Fachanwendungen ergänzt werden muss.
  • Das IT-LSBK sieht die Bildung von IT-Kompetenzteams vor. Die IT-Kompetenzteams sind der ressortübergreifende Zusammenschluss von Fachkräften, die über spezielles Fachwissen im IT-Bereich oder im IT-nahen Umfeld verfügen. Mit den Kompetenzteams wird das Ziel verfolgt, das dezentral in den Ressorts vorhandene Know-how im Bereich ressortübergreifender IT-bezogener Fach- und Querschnittsthemen zu bündeln und allen Ressorts zur Verfügung zu stellen.

Für folgende Fachgebiete werden zunächst Kompetenzteams gebildet:

  • „IT-Kompetenzentwicklung“ für IT-Schulungsfachwissen und Konzepte,
  • „Informationssicherheit“ für Informationssicherheitsfragen sowie
  • „IuK-Controlling“ für IT-Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen, Methoden und Konzepte.

Diese Strukturen erfordern auch eine neue IT-Governance. Dem Auftrag des Ministerrats, neue Entscheidungsgremien- und Abläufe für den IT-Bereich zu entwickeln, wird im IT-LSBK mit der Definition eines Entscheidungs- und Prüfungsprozesses für IT-Vorhaben und der Bildung des IT- Planungs- und Steuerungsgremiums (IT-PSG) Rechnung getragen.

Die Aufgabe des „IT-Planungs- und Steuerungsgremiums“ (IT-PSG) ist es, verbindliche Leitlinien für die Gestaltung und den Betrieb der gemeinsamen IT-Infrastruktur des Landes vorzugeben. Leitziele sind dabei vor allem Wirtschaftlichkeit und Kostensenkung, aber auch Servicequalität und Sicherheit der IT-Strukturen und der IT-Anwendungen im Saarland. Der Nutzwert der IT soll sich in der Optimierung von Verwaltungsprozessen zum Zwecke der Unterstützung der Haushaltskonsolidierung widerspiegeln.

Daneben werden bürgerfreundliche Online-Angebote angestrebt. Das IT-PSG wird in seiner Arbeit Kommunen und Hochschulen aktiv einbinden, um damit die Schaffung landesweiter ebenenübergreifender IT-Strukturen zu unterstützen. Dazu ist die Bildung eigener Gremien vorgesehen.

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