Wurm stoppt eGovernment in Österreich

Landesregierung Kärnten ist offline

09.01.2009 | Redakteur: Gerald Viola

Die Computer in der Kärntner Landesregierung sind seit Anfang des Jahres offline. Ein „Wurm“ – so berichtet der ORF – hat alle Rechner lahmgelegt. Geldanweisungen, Pass- und Führerscheinanträge können nur im Notbetrieb bearbeitet werden.

Rudolf Köller, der Leiter der EDV-Abteilung des Landes, sagte, dem Wurm sei nicht leicht beizukommen. Vorsorglich nahm er alle 3.000 PCs aus dem Netz. Der Hauptserver sei glücklicherweise nicht betroffen. Mit 20 Experten und den Herstellerfirmen arbeitet Köller jetzt daran, die Landesregierung wieder virenfrei zu machen.

Köller: „Wir haben keine Möglichkeit, mit einem automatischen Verteilmechanismus die einzelnen PCs zu bereinigen. Wir sind gezwungen, mit Installationsmedien jeden einzelnen PC manuell vom Virus zu befreien. Das ist natürlich ein erhöhter operativer Aufwand, der von mehreren Teams abgearbeitet wird. Es ist manuelle Knochenarbeit an etwa 3.000 Arbeitsplätzen.“

Landesamtsdirektor Reinhard Sladko sieht‘s relativ gelassen: „Die Beamten haben auch ohne Computer genug zu tun.“ Und er beruhigt die Bürger: „Die zentralen Server der Landes-EDV sind nicht befallen, es sind keine Daten nach außen gelangt und es konnten keine Passwörter ausspioniert werden.“

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