Digitale Transformation Landeseigene Digitalagentur soll den Breitbandausbau voranbringen

Von dpa

Die Koalition hat sich die Digitalisierung des Freistaats auf die Fahnen geschrieben. Mit der Eröffnung der Digitalagentur Sachsen sei ein wichtiger Schritt getan, meint Minister Martin Dulig (SPD).

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Die Eröffnung der Digitalagentur Sachsen (DiAS) soll den Breitbandausbau im Freistaat voranbringen und somit ein zentrales Vorhaben aus dem sächsischen Koalitionsvertrag umsetzen
Die Eröffnung der Digitalagentur Sachsen (DiAS) soll den Breitbandausbau im Freistaat voranbringen und somit ein zentrales Vorhaben aus dem sächsischen Koalitionsvertrag umsetzen
(© Funtap - stock.adobe.com)

Die neu gegründete Digitalagentur Sachsen (DiAS) soll ab sofort den Breitbandausbau im Freistaat voranbringen. Wirtschaftsminister Martin Dulig (SPD) und Staatssekretärin Ines Fröhlich eröffneten die nachgeordnete Behörde des Wirtschaftsministeriums am Donnerstag. Damit werde ein zentrales Vorhaben aus dem sächsischen Koalitionsvertrag umgesetzt, betonte Dulig. „Der Ausbau von Breitband ist gleichbedeutend mit dem Ausbau von Straßen und Schienen.“ Daher sei die Digitalagentur nicht nur als temporäre Einrichtung geplant, sondern solle die Digitalisierung in Sachsen langfristig voranbringen.

Die Digitalagentur Sachsen (DiAS) soll die digitale Transformation im Freistaat begleiten und insbesondere Kommunen beim Ausbau des schnellen Internets beraten. Zwar seien in erster Linie die Telekommunikationsunternehmen gefragt, den Ausbau von Glasfaser voranzubringen, sagte Dulig. Wo es sich für sie wirtschaftlich nicht rechne, könne der Freistaat jedoch fördern. Antragsteller für Förderungen seien die Kommunen – sie sollen bei diesem Prozess künftig von der Digitalagentur unterstützt werden. Ein weiterer Schwerpunkt der DiAS ist laut Dulig die Vernetzung zwischen bestehenden Angeboten etwa von Kammern oder Kompetenzzentren.

Dafür sollen perspektivisch 14 Beschäftigte ihre Arbeit in Dresden aufnehmen. Laut Angaben der Leiterin des Aufbaustabs der DiAS, Beate Fröhlich, sind sieben Stellen inzwischen besetzt. Auch eine Leitung wird noch gesucht, Fröhlich bekleidet die Position nur für den Übergang. Eine Million Euro stehen den Angaben zufolge in diesem Jahr für erste Projekte zur Verfügung. Im kommenden Doppelhaushalt soll sich die Finanzierung in einer ähnlichen Größenordnung bewegen.

Sachsen ist damit das sechste Bundesland mit einer entsprechenden Einrichtung. Die Agenturen haben sich auf Initiative der Digitalagentur Brandenburg vernetzt, wie deren Geschäftsführer André Göbel vorab sagte. „Die Aufgaben in den einzelnen Ländern unterscheiden sich zwar, aber vielerorts gibt es die gleichen Hürden“, sagte Göbel. Etwa bei der Zusammenarbeit zwischen Kommunen und der Landesebene tauchten oft Schwierigkeiten auf, dabei wirkten die Agenturen als Vermittler.

Der Bundesverband Digitale Wirtschaft lobte die Öffnung der DiAS grundsätzlich. „Ob die Ergebnisse dieser Agenturen den hohen Erwartungen entsprechen, lässt sich noch nicht sagen“, sagte der Präsident des Verbands, Dirk Freytag. Letztlich hänge eine erfolgreiche Digitalisierung von mehreren Faktoren ab. Dazu gehörten neben den Strukturen auch die passenden Konzepte. „Von Letzterem war bisher noch nicht allzu viel zu sehen. Das muss sich dringend ändern.“

Der Branchenverband Silicon Saxony mahnte, dass kontinuierlich in die Qualifizierung von Fachkräften investiert werden müsse, um die Möglichkeiten der Digitalisierung auszunutzen.

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