FITKO wird künftig von Frankfurt aus gesteuert

Landes-CIO Thomas Schäfer zur Entscheidung

| Autor: Manfred Klein

Derzeitige Kooperationsmodelle werden Anforderungen nicht gerecht

„Bund, Länder und Kommunen stehen vor gewaltigen Herausforderungen im Bereich der IT. Wir befinden uns beispielsweise in einem Wettbewerb mit der Privatwirtschaft um IT-Fachkräfte. Doch hinsichtlich der Bezahlung kann der Öffentliche Dienst nur schwer mit dem privaten Sektor konkurrieren. Die Folge: Nicht jede Verwaltung wird künftig die erforderlichen IT-Fähigkeiten vorhalten können“, machte Dr. Thomas Schäfer deutlich. „Auch die steigende Komplexität der IT sowie neue Gefahren im Bereich der IT-Sicherheit erfordern gemeinsame Anstrengungen aller politischen Ebenen in Deutschland.“

Allerdings wird die derzeitige IT-Kooperation zwischen Bund, Ländern und Kommunen den modernen Herausforderungen bei weitem nicht immer gerecht: „Bund, Länder und Kommunen planen, beschaffen, entwickeln und betreiben ihre IT größtenteils unabhängig voneinander. Es gibt also viele einzelne Lösungen in den Bereichen IT-Infrastrukturen, IT-Sicherheit und IT-Anwendungen. Ein wirklicher Know-how-Transfer und eine Bündelung von Ressourcen finden so aber gerade nicht statt. Dabei lassen sich durch ein gemeinsames und koordiniertes Vorgehen erhebliche Kosten einsparen“, sagte Hessens Finanzminister und CIO.

Schäfer weiter: „Die gegenwärtigen Organisationsstrukturen, personellen und finanziellen Ressourcen des IT-Planungsrates und seiner Geschäftsstelle sind für eine angemessene, effiziente und Ebenen übergreifende Zusammenarbeit im Bereich der IT nicht ausreichend. Zwar gibt es heute schon erfolgreiche Kooperationen, wie zum Beispiel die Behördenrufnummer 115. Jedoch fehlt bislang eine institutionalisierte Vernetzung unter einem Dach sowie eine zentrale Steuerung durch den IT-Planungsrat.“

Mit der Organisation FITKO sollen nun endlich Rahmenbedingungen geschaffen werden, um die IT der Öffentlichen Verwaltung durch eine föderale IT-Planung, die Schaffung von IT-Standards und gemeinsam betriebene IT-Anwendungen ebenenübergreifend leistungsfähig und kostengünstig auszurichten.

„Zukünftig sollen die bestehenden IT-Kooperationen unter dem Dach des IT-Planungsrates zusammengefasst werden. Die FITKO ist eine Organisation, die unterhalb des weiterhin politisch-strategisch agierenden IT-Planungsrates installiert und für die Umsetzung föderaler IT-Projekte und IT-Infrastrukturen zuständig ist“, erläuterte Hessens Finanzminister und CIO.

„Damit bündeln wir bestehende personelle und finanzielle Ressourcen und Strukturen und schaffen eine organisatorische Neuausrichtung, die ihrerseits eine unabdingbare Grundlage für eine erfolgreiche föderale IT-Infrastruktur ist“, so Dr. Thomas Schäfer abschließend.

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