Berlin testet die Cloud im Behördenalltag

Landes-CIO berichtet über die eGovernment-Schwerpunkte Berlins

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Ein digitaler Marktplatz zur Standortförderung

Viele Dienstleistungen sind hier integrierbar, in Frage kommen Dienstleistungen der Versorger, die Einrichtung von Post-Nachsendeaufträgen und Adressänderungs-Services bei Banken und Versicherungen und vieles andere mehr.

Der Aufbau des goBerlin-Piloten ist als Mustervorhaben konzipiert, um die erzielten konzeptionellen und technologischen Ergebnisse auf andere Gebietskörperschaften und öffentliche IT-Dienstleister übertragen zu können. Hierzu werden die technischen Projektergebnisse geeignet aufbereitet und bereit gestellt, zum Beispiel in Form von Leitfäden für Bürger, Wirtschaft, Verwaltung und Cloud-Betreiber.

Mit der Umsetzung von goBerlin sind folgende Vorteile verbunden:

  • Mit goBerlin entsteht ein offener Marktplatz für interessierte Anbieter, die ihre gewerblichen Dienstleistungen in einem Zusammenhang mit behördlichen Dienstleistungen anbieten könnten (so werden etwa bei Ummeldung einer Wohnung Mietwagen oder Malerarbeiten angeboten).
  • Die Verwaltung wird von der Aufgabe (und den Kosten) zur Bereitstellung von eGovernment-Verfahren entlastet und kann sich auf das jeweilige Fachverfahren und die Bereitstellung der Schnittstelle beschränken.
  • Die Anbieter stehen auf den Ebenen „Dienstleistungsangebot“ und „eGovernment-Anwendungen“ im direkten Wettbewerb.

Im Projekt goBerlin werden natürlich auch die Anforderungen für eine sichere Verarbeitung der Daten in der „Wolke“ berücksichtigt. Die sichere Nutzung von IT hat jedoch nicht nur für das Cloud Computing eine besondere Bedeutung.

IT-Sicherheit als Basis der Bürgerakzeptanz

Die Öffentliche Verwaltung des Landes Berlin nutzt, wie alle Bereiche des gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Lebens, in immer stärkerem Maße die Möglichkeiten der Informationstechnik für ihre Aufgabenerfüllung. Die Behörden sind somit als Teil einer zunehmend vernetzten Welt auf das verlässliche Funktionieren der Informations- und Kommunikationstechnik und auf die Sicherheit der verarbeiteten Informationen angewiesen.

Nicht erst die aktuellen Diskussionen und Ereignisse haben deutlich gemacht, dass Informationssicherheit nicht mehr nur das Thema von IT-Fachleuten ist. Wegen der möglichen Auswirkungen auf politisches und wirtschaftliches Handeln und damit auch auf die gesamte Gesellschaft unterliegt die Informationssicherheit der besonderen Aufmerksamkeit und Steuerung seitens der politisch Verantwortlichen.

Die Gewährleistung eines sicheren IT-Einsatzes und die Umsetzung angemessener und wirksamer Sicherheitsmaßnahmen haben daher eine große Bedeutung für die Berliner Verwaltung.

Die konzeptionellen Grundlagen zur IT-Sicherheit im Sinne eines Informationssicherheitsmanagements (ISMS) sind im Land Berlin seit vielen Jahren vorhanden und werden erfolgreich angewendet. Grundlegend ist dabei die – auch für den IT-Einsatz in der Berliner Verwaltung insgesamt geltende – Aufgabenteilung zwischen der zentralen Steuerung und Koordination (in Verantwortung der Senatsverwaltung für Inneres und Sport), der bei den einzelnen Behörden liegenden dezentralen Umsetzungsverantwortung und dem IT-Dienstleistungszentrum Berlin, das als zentraler IT-Dienstleisters des Landes Berlin unter anderem den sicheren Betrieb der zentralen IT-Infrastruktur einschließlich des Berliner Landesnetzes verantwortet.

Die Berliner Verwaltung richtet sich bei der Informationssicherheit an den Standards des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) aus. Das methodische Vorgehen basiert dementsprechend auf dem IT-Grundschutz, die Umsetzung von Sicherheitsmaßnahmen auf den IT-Grundschutzkatalogen.

Die notwendigen IT-Sicherheitskonzepte sind in den meisten Behörden vorhanden, ebenso sind in der überwiegenden Mehrzahl der Behörden IT-Sicherheitsbeauftragte eingerichtet.

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