Berlin testet die Cloud im Behördenalltag

Landes-CIO berichtet über die eGovernment-Schwerpunkte Berlins

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Notwendigkeit zur Konsolidierung des Serverbetriebs

Von den 5.115 Servern der Berliner Verwaltung sind 1.098 im IT-Dienstleistungszentrum Berlin im Einsatz (rund 21 Prozent), während 4.017 Server in Senats- und Bezirksverwaltungen stehen.

Die Notwendigkeit zur Konsolidierung des Serverbetriebs wurde vom neu gewählten Senat am 20. Dezember 2011 in den Richtlinien der Regierungspolitik deutlich hervorgehoben. Darin ist unter anderem ausgeführt: „Die dezentrale Serverstruktur ist unwirtschaftlich und nicht zukunftsfähig und wird entsprechend der Vorgaben des Rechnungshofs harmonisiert.“

Im Auftrag des Senats und in Zusammenarbeit mit den Berliner Behörden wurde von der Senatsverwaltung für Inneres und Sport ein Vorgehenskonzept zur Konsolidierung des dezentralen Serverbetriebes der Berliner Verwaltung erarbeitet, das auf Basis belastbarer und verbind­licher Kennzahlen über mehrere Zwischenschritte eine transparente Konsolidierung bis 2016 vorsieht.

Das Konzept und die entsprechenden Kennzahlen wurden vom Senat im März 2013 beschlossen.

Mittels dieser Kennzahlen soll die Effizienz und Servicequalität des dezentralen und zentralen Serverbetriebs ermittelt und bewertet werden. Die Kennzahlen betrachten neben den Kosten unter anderem auch Aspekte der benötigten Servicequalität, der IT-Sicherheit, der Energieeffizienz und der technischen Gestaltung des Servereinsatzes (Virtualisierung und Ähnliches). Die Kennzahlen werden seit Juli 2013 von allen Behörden erfasst und nach einem Jahr in einem landesweiten Vergleich ausgewertet. Die Ergebnisse der Auswertung werden erneut dem Senat vorgelegt und dienen als Basis für die Entscheidung über die nächsten Zwischenschritte zur Konsolidierung des Serverbetriebs.

Während bei diesem Vorhaben zur Serverkonsolidierung der wirtschaftliche Betrieb der entsprechenden Server im Mittelpunkt steht, geht es in einem anderen Projekt darum, benötigte Rechnerleistungen, Funktionalitäten und Dienstleistungen im Rahmen des sogenannten Cloud Computing bereitzustellen beziehungsweise zu nutzen.

Es gibt ja derzeit wenige Themen, die derart im Brennpunkt des Interesses stehen wie das Cloud Computing. Wie immer bei solchen „Hypes“ ist es notwendig, Chancen und Risiken sorgfältig gegeneinander abzuwägen und genau zu prüfen, wie die Vorteile des Cloud Computing für die Berliner Verwaltung anforderungsgerecht und wirtschaftlich nutzbar gemacht werden können.

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