eGovernment in Schleswig-Holstein

Land stellt Behörden und Kommunen Info-Portal zur nachhaltigen Beschaffung zur Verfügung

| Autor: Julia Mutzbauer

Das Kompetenzzentrum für nachhaltige Beschaffung und Vergabe mit Sitz in Kiel soll Kommunen und andere Träger der Öffentlichen Verwaltung zum Thema Nachhaltigkeit beraten
Das Kompetenzzentrum für nachhaltige Beschaffung und Vergabe mit Sitz in Kiel soll Kommunen und andere Träger der Öffentlichen Verwaltung zum Thema Nachhaltigkeit beraten (© a_medvedkov - stock.adobe.com)

Schleswig-Holstein hat ein Kompetenzzentrum für nachhaltige Beschaffung und Vergabe (KNVB) gestartet, um es Kommunen und anderen Trägern der Öffentlichen Verwaltung zu ermöglichen, in Beschaffungsangelegenheiten möglichst nachhaltig zu agieren. Das dafür eingerichtete Internetportal soll als Anlaufstelle für die Beratung dienen und in Zukunft ein breites Serviceangebot bieten.

Das KNBV-Portal soll künftig Kommunen und anderen Träger der Öffentlichen Verwaltung bei allen Fragen rund um die Prozesse, Produkte oder auch Gremien- und Öffentlichkeitsarbeit in Bezug auf Nachhaltigkeit beraten und unterstützen. Auf der Internetseite KNBV.DE sollen die öffentlichen Dienststellen künftig sowohl kompetente Antworten bei konkreten Vorhaben, als auch ein breites Fortbildungs- und Veranstaltungsangebot finden.

Allerdings finden sich derzeit nur die Kontaktdaten auf der Internetseite des KNBV, Termine und spezielle Serviceangebote wie zum Beispiel ein Leistungsverzeichnis über nachhaltige Produkte sollen erst nach und nach folgen. Auch sollen weitere Bereiche wie News und Tipps zu nachhaltiger Beschaffung sowie ein Veranstaltungskalender für nachhaltige Themen und Weiterbildungsangebote auf der Plattform zur Verfügung gestellt werden. Geplant sind auch ein Kontaktformular und einen „Kummerkasten“ auf der Seite. Jedoch soll das Portal vor allem der Kontaktaufnahme dienen und nicht ausschließlich der reinen Information, so das Finanzministerium in Schleswig-Holstein.

Die Aufgaben im Überblick

Dennoch soll die Aufgabenspanne des KNBV einmal von papierlosen Beschaffungsprozessen, PVC-freien Büroartikeln bis hin zum Elektro-Dienstwagen und Ladesäulenkonzept oder nachhaltigen Dienstleistungen wie einem plastikfreien, fairen und regionalen Catering reichen. Folgende Aufgaben sind für das KNBV derzeit vorgesehen:

  • die Bereitstellung einer produktbezogenen Beratung bei konkreten Beschaffungsmaßnahmen wie auch bei Wirtschaftlichkeitsberechnungen im Rahmen nachhaltiger Beschaffungen und als Vorbereitung von Gremienbeschlüssen,
  • der Betrieb einer gemeinsamen Internetseite als „Vernetzungsplattform“ aller beteiligten Stellen,
  • die Bereitstellung von News und Tipps zu nachhaltiger Beschaffung,
  • die Bereitstellung der Ergebnisse diverser Markterkundungen zu nachhaltigen Produkten und Dienstleistungen,
  • die Planung und Umsetzung gemeinsamer Aktionen und Infoveranstaltungen,
  • die Weiterentwicklung übergreifender „Nachhaltigkeitsstandards“ von Land und Kommunen, gemeinsam mit interessierten Dienststellen, insbesondere in Kreisen und Städten,
  • Schwerpunktthemen wie zu Beispiel „eMobilität in (kleinen) Gemeinden“,
  • die Veröffentlichung spezifischer Informationen in den Medien der kommunalen Landesverbände und
  • die Kontaktpflege zu den NGO und Wirtschaftsorganisationen (IHK, HWK, etc.).

„Gerade in der Öffentlichen Verwaltung spielen Ressourcenschutz und Nachhaltigkeit eine zentrale Rolle. Dabei ist das Kompetenzzentrum ein wichtiger Partner für die Kommunen. In diesem Zentrum bündeln wir Fachwissen und praktische Unterstützung bei der Herausforderung, nachhaltige Produkte auch wirtschaftlich zu beschaffen“, erläutert Finanzstaatssekretärin Dr. Silke Schneider.

Umweltstaatssekretärin Dr. Dorit Kuhnt ergänzt: „Bund und Länder sind den globalen Nachhaltigkeitszielen verpflichtet. In diesem Zusammenhang schafft das Land mit diesem Serviceangebot für Kommunen beste Voraussetzungen für eine nachhaltigere Verwaltung auf allen Ebenen. Dabei soll das Kompetenzzentrum den Verantwortlichen die Transparenz und damit die bessere Entscheidung erleichtern.“

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