Brandenburg

Land erneuert Plattform für eVergabe

| Autor: Julia Mutzbauer

Durch die Neugestaltung des Vergabeportals in Brandenburg können die Vergabestellen des Landes und der Kommunen ihre Ausschreibungen künftig als Download anbieten und Unternehmen ihre Angebote online abgeben
Durch die Neugestaltung des Vergabeportals in Brandenburg können die Vergabestellen des Landes und der Kommunen ihre Ausschreibungen künftig als Download anbieten und Unternehmen ihre Angebote online abgeben (© Sikov - stock.adobe.com)

Das Brandenburger Innenministerium hat in Kooperation mit dem Wirtschaftsministerium das Vergabeportal des Landes neu gestaltet. Die elektronische Plattform soll nun mit neuen Funktionen künftig alle Vergabeinformationen und Zugänge zum Vergabemarktplatz sowohl für öffentliche Vergabestellen als auch für private Unternehmen und Zuwendungsempfänger bereitstellen.

Das neue Vergabeportal ist seit Mitte Januar online und kann unter vergabe.brandenburg.de erreicht werden. „Mit der Neugestaltung und Einbindung neuer Funktionalitäten baut Brandenburg seinen landesweiten Standard für die elektronische Vergabe von Aufträgen der öffentlichen Hand weiter aus. Damit hat sich die Plattform seit 2008 von einer reinen Veröffentlichungsplattform zu einer vollwertigen eVergabelösung gewandelt“, erklärt Innenstaatssekretär und IT-Beauftragter Klaus Kandt. „Für die Zukunft sind weitere Funktionen, wie die Einbindung des elektronischen Kaufhauses der Zentralstelle für Beschaffung und die Anbindung an das Projekt eRechnung geplant“, fügt Kandt hinzu.

Der Vergabemarktplatz soll den Vergabestellen des Landes und der Kommunen ermöglichen, ihre Ausschreibungen elektronisch – einschließlich der Vergabeunterlagen interessierter Unternehmen – zum Download anbieten zu können. Zudem sollen auch die Unternehmen ihre Angebote elektronisch abgeben können. Darüber hinaus sei eine sichere Kommunikation zwischen Bieter und Vergabestelle möglich. Auch sei die rechtssichere elektronische Angebotseröffnung im Vier-Augen-Prinzip möglich.

Für private Zuwendungsempfänger von öffentlichen Geldern wurde ein eigener leichtverständlicher Zugang zum Vergabemarktplatz geschaffen, heißt es. Dieser soll ihnen die Möglichkeit geben, auch ohne Vorkenntnisse im Vergaberecht ihre Ausschreibungen zu veröffentlichen. Zur Nutzung des Vergabemarktplatzes sind sie nach den zuwendungs-rechtlichen Vergabevorschriften verpflichtet.

eVergabe-Nutzung steigt

Das Innenministerium gibt an: „Auf dem Vergabemarktplatz sind rund 35.000 aktive Unternehmen registriert, davon 8.000 aus Brandenburg. Es gibt rund 680 Vergabestellen einschließlich Kommunen. Seit 2008 sind rund 93.000 Vergabeverfahren über den Vergabemarktplatz abgewickelt worden. Die Tendenz ist stark steigend.“

Das Ministerium weiter: „Die Behörden des Landes Brandenburg sind verpflichtet, alle mit der Vergabe von öffentlichen Aufträgen und von Wettbewerben zusammenhängenden Bekanntmachungen auf dem Vergabemarktplatz zu veröffentlichen sowie grundsätzlich auch die Vergabeunterlagen elektronisch zur Verfügung zu stellen. Unternehmen, die sich für öffentliche Aufträge interessieren, sollten sich zunehmend mit der Möglichkeit der elektronischen Angebotsabgabe befassen, da auch bestimmte Vergabeverfahren ausschließlich elektronisch über den Vergabemarktplatz abgewickelt werden können. Dies bedeutet, dass bei einigen Vergabeverfahren nur noch elektronische Angebote akzeptiert werden.“

Kommentar zu diesem Artikel abgeben

Schreiben Sie uns hier Ihre Meinung ...
(nicht registrierter User)

Zur Wahrung unserer Interessen speichern wir zusätzlich zu den o.g. Informationen die IP-Adresse. Dies dient ausschließlich dem Zweck, dass Sie als Urheber des Kommentars identifiziert werden können. Rechtliche Grundlage ist die Wahrung berechtigter Interessen gem. Art 6 Abs 1 lit. f) DSGVO.
Kommentar abschicken
copyright

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Kontaktieren Sie uns über: support.vogel.de/ (ID: 46324921 / Commerce & Procurement)