Nordrhein-Westfalen Lagebild: Digitale Gesellschaft

Autor: Ann-Marie Struck

Die Landesanstalt für Medien NRW und die Landesregierung Nordrhein-Westfalen haben ein Lagebild zur Digitalisierung der Gesellschaft im Bundesland veröffentlicht. Die Sonderauswertung entstand im Rahmen des D21-Digital-Index 2018 / 2019.

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Es wirkt idyllisch bei Solingen: doch auch ist die Digitalisierung schon angekommen.
Es wirkt idyllisch bei Solingen: doch auch ist die Digitalisierung schon angekommen.
(Bild: © travelpeter - stock.adobe.com)

Wie digital ist unsere Gesellschaft? Diese Frage haben sich die Regierung NRW und die Landesanstalt für Medien NRW auch gestellt und sich einen Überblick verschafft. Im Rahmen des D21-Digital-Index 2018 / 2019 wurden daher zusätzliche 1.000 Interviews geführt. Die Sonderauswertung misst den Digitalisierungsgrad der Bevölkerung in NRW und vergleicht diesen mit den bundesdeutschen. Der Wert zeigt, wie die Menschen in NRW den technologischen Fortschritt in ihrem Privat- und Berufsleben adaptieren. Schwerpunkte der Untersuchung waren unter anderem Smart Home, eHealth sowie digital Workplace.

Vergleich mit dem Bundesdurchschnitt

Der D21-Digital-Index gibt den Digitalisierungsgrad der Gesellschaft in NRW auf einer Skala von 0 bis 100 Punkten wieder und fasst auch untergeordnete Merkmale wie: Zugang, Nutzungsverhalten, Kompetenz und Offenheit in einer einzigen Kennzahl zusammen. Das Ergebnis der Studie: NRW hat einen Indexwert von 55 Punkte.Damit liegen sie gleichauf mit Bundesdeutschland.

Im Index wird die Bevölkerung in verschiedene Nutzergruppen und -typen mit spezifischen Merkmalen eingeteilt. Mit 43 Prozent ist die größte Gruppe in NRW, wie in Gesamtdeutschland, die „digital Mithaltenden“. Die digitalaffine Gruppe entspricht 36 Prozent, „digital Abseitsstehend“ sind 21 Prozent.

Unterstützung ist gewünscht

2001 lag die Internetnutzung in NRW bei 38 Prozent, 2011 bei 65 Prozent und aktuell ist sie bei 84 Prozent. Damit befindet sich das Bundesland im deutschen Vergleich im Mittelfeld. Der Zuwachs lässt sich auf die Altersgruppe 50+ sowie die Nutzung über das Mobilfunknetz zurückführen. Allgemein werden NRW Ssoziale Medien mehr von jüngeren Menschen genutzt.

Zusätzlich wurden im Rahmen einer Sonderfrage die Erwartungen der Bürgerinnen und Bürger in Nordrhein-Westfalen an Medienkompetenzangebote erfragt. Trotz unterschiedlich ausgeprägten Faktoren wie Digitalkompetenz und Nutzungsbreite, besteht in der Bevölkerung das Bedürfnis nach mehr Unterstützung bei der Digitalisierung.

Die Ergebnisse geben Aufschluss über den Digitalisierungsgrad in verschiedenen Bevölkerungsgruppen und können als Anhaltspunkt zur Weiterentwicklung von zielgruppenspezifischen Angeboten genutzt werden.

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Redakteurin