Was leisten KI-Systeme?

Künstlich intelligent, natürlich effizient!?

| Autor / Redakteur: Moritz Liebeknecht* / Julia Mutzbauer

Kollege Computer – Freund oder Helfer?
Kollege Computer – Freund oder Helfer? (© stock.bots)

Auf KI basierende Anwendungen und Systeme sind längst Teil unseres Alltags. Sie begegnen uns in Form von Sprachassistenten, Navigationsgeräten oder Chatbots. Doch was bringt die Zukunft? Müssen wir uns vor apokalyptischen Szenarien à la „Terminator“ fürchten? Unser Fachartikel beleuchtet Chancen als auch Risiken und fasst die gängigen Verfahren KI-basierter Systeme zusammen.

Tagtäglich lesen uns schlaue Sprachassistenten alle Wünsche von den Lippen ab, schlagen uns Webshops dank ausgeklügelter Algorithmen passende Produkte vor, manövrieren unsere Autos selbstständig in kleinste Parklücken und werden unsere Anfragen auf diversen Websites von zuvorkommenden Chatbots beantwortet. Die fast beliebig fortzuführende Reihe solcher Beispiele zeigt eindrucksvoll, dass Künstliche Intelligenz (KI) längst zum integralen Bestandteil unseres Alltags geworden ist.

Für gewöhnlich assoziieren wir das populäre Schlagwort jedoch mit komplexen Maschinen oder menschenähnlichen Robotern und übersehen, dass KI auch in kleinen Anwendungen und Tools steckt. Das heißt, wir nutzen bereits eine Vielzahl von KI-basierten Anwendungen und Services, ohne uns dessen bewusst zu sein.

So stellt sich die Frage, was sich konkret hinter dem Trendthema Künstliche Intelligenz verbirgt und welche Chancen oder Risiken sich daraus ergeben. Neu ist das Thema trotz des gegenwärtigen Hypes jedenfalls nicht. In Expertenkreisen wird bereits seit mehr als 60 Jahren über KI diskutiert. Und im Science-Fiction-Genre haben einschlägige Zukunftsvisionen sogar eine noch weiter zu­rückreichende Tradition. Lange konnten auf diesem Gebiet jedoch keine signifikanten Fortschritte erzielt werden – vor allem aufgrund technischer Beschränkungen. In der jüngsten Vergangenheit hat sich jedoch die Rechenleistung unserer Computer erheblich gesteigert. Nicht zuletzt deshalb wurde in der Entwicklung von KI und entsprechenden Anwendungen in den letzten Jahren ein entscheidender Schritt gemacht.

Das menschliche Gehirn als Vorbild

Gegenwärtig ist Künstliche Intelligenz – wieder einmal – in aller Munde und die Marschroute scheint klar: KI wird unseren Alltag, unser Leben, unsere Arbeitswelt und die Gesellschaft verändern. Doch nicht alle Zeitgenossen begrüßen diese Entwicklung.

Diffuse Vorstellungen davon, was KI leisten kann und was nicht beziehungsweise ob sie eher Chance oder Bedrohung ist, führen zu großen Unsicherheiten und nicht minder schwerwiegenden ethischen Bedenken. So ist zunächst einmal die Frage zu klären, wie Künstliche Intelligenz überhaupt definiert wird.

Bis heute fehlt es an einer allgemeingültigen Definition. Im weitesten Sinne wird unter KI die Automatisierung intelligenten Verhaltens und maschinellen Lernens verstanden. KI soll Maschinen ermöglichen, Aufgaben zu bearbeiten, für deren Lösung menschenähnliche Intelligenzleistungen ­vorausgesetzt werden. Der Grundgedanke der KI besteht also zunächst einmal darin, die Funktionsweise des menschlichen Gehirns zu imitieren.

Grundsätzlich lässt sich zwischen „starker“ und „schwacher“ KI unterscheiden. „Schwache“ KI ist, was uns – wie in den eingangs genannten Beispielen – häufig unterstützend im Alltag begegnet. Sie ist auf einen klar definierten Anwendungsbereich begrenzt, beispielsweise das Erkennen und Verarbeiten von Sprache. „Starke“ KI verfügt hingegen über intellektuelle Fähigkeiten, die dem menschlichen Gehirn mindestens ebenbürtig sind.

Ihre Schlussfolgerungen sollen nicht auf einen Bereich limitiert, sondern auf beliebig viele andere Gebiete übertragbar sein. Bis heute ist es nicht gelungen, eine nach diesem Verständnis „starke“ KI zu entwickeln.

KI – aber wie?

Ein Großteil der („schwachen“) künstlich intelligenten Systeme, Assistenten und Tools, die wir tagtäglich nutzen, basiert auf dem Prinzip des maschinellen Lernens. Ziel dieses überaus erfolgreichen Teilgebiets der KI ist, durch die intelligente Verknüpfung oder statistische Auswertung von Daten Zusammenhänge beziehungsweise Muster zu erkennen, um daraus Schlussfolgerungen abzuleiten oder Prognosen zu treffen.

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