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eGovernment-Anwendung geknackt Kriminelle Hacker legen Emissionshandel lahm

| Redakteur: Gerald Viola

Ein groß angelegter Datendiebstahl hat die amtlichen Register für den Emissionshandel in halb Europa lahmgelegt. Auch deutsche Firmen sind betroffen, die Schadenshöhe ist allerdings noch unklar, berichtet die Financial Times Deutschland .

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( Archiv: Vogel Business Media )

Nach Informationen der Zeitung überarbeiten die betroffenen Behörden derzeit ihre Sicherheitssysteme, nachdem Hacker bereits am vergangenen Donnerstag die Zugangsdaten zahlreicher Unternehmen erbeuteten. Die Kriminellen stahlen so Verschmutzungsrechte und verkauften sie weiter.

„Der Angriff war hochprofessionell“, sagte ein Mitarbeiter der Deutschen Emissionshandelsstelle (DEHSt) in Potsdam.

Die Betrüger täuschten – so die Zeitung – in einer eMail an mehrere europäische sowie einige japanische und neuseeländische Unternehmen eine Mitteilung der Potsdamer DEHSt vor. Darin hieß es ironischerweise, zur Abwehr drohender Hackerangriffe müssten sich die Empfänger neu registrieren. Anschließend übertrugen die Täter Emissionsrechte auf Konten vor allem in Dänemark und Großbritannien. Von dort wurden sie rasch weiterverkauft.

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