Verwaltungsmodernisierung in Brandenburg

Kräfte für eGovernment und Digitalisierung werden im Innenministerium gebündelt

| Autor: Manfred Klein

Brandenburg reagiert mit einer neuen eGovernment-Abteilung im Innen-ministerium auf die OZG-Herausforderungen
Brandenburg reagiert mit einer neuen eGovernment-Abteilung im Innen-ministerium auf die OZG-Herausforderungen (© ag visuell – stock.adobe.com)

Das Innenministerium des Landes Brandenburg konzentriert seine Aufgaben zur Digitalisierung der Landesverwaltung in einer neuen Abteilung. Das teilte Innenstaatssekretärin Katrin Lange in Potsdam mit. Die neue Abteilung 6 trägt die Bezeichnung „Digitalisierung, eGovernment und IT-Leitstelle“, verfügt zunächst über vier Referate.

Geleitet wird die neue Abteilung von Jörg Wollny, dem bisherigen Leiter der Zentralabteilung des Innenministeriums. Mit der Wahrnehmung der Geschäfte der Leitung der Zentralabteilung wurde der bisherige Leiter des Haushaltsreferates, Matthias Pawlitzky, beauftragt. Innenminister Karl-Heinz Schröter hatte das Kabinett bereits am 22. Januar dieses Jahres über die beabsichtigten Veränderungen in seinem Hause informiert.

Katrin Lange will über das Gesetz vor allem die Kommunen beim eGovernment einbinden
Katrin Lange will über das Gesetz vor allem die Kommunen beim eGovernment einbinden (© Karoline_Wolf)

Staatssekretärin Katrin Lange, die auch Vorsitzende des IT-Rates des Landes Brandenburg ist, erklärte dazu: „Die Digitalisierung führt zu durchgreifenden Veränderungen der Verwaltungstätigkeit. Das Onlinezugangsgesetz verpflichtet Bund, Länder und Kommunen, bis Ende des Jahres 2022 alle geeigneten Verwaltungsleistungen auch elektronisch anzubieten. Hierzu brauchen wir sinnvolle rechtliche und technische Rahmenbedingungen mit möglichst einheitlichen Regeln und Standards und eine ausgesprochen enge Koordination aller Beteiligten. Ganz besonders großen Wert lege ich dabei auf die gute Kooperation zwischen Land und Kommunen.“

Wie sich die Staatssekretärin die Einbindung der Kommunen im Lande vorstellt, können Sie in unserem aktuellen Interview nachlesen.

Lange weiter: „Das Innenministerium übernimmt die zentrale Rolle für die Digitalisierung der Landesverwaltung in Brandenburg. Daher brauchen wir diese neue Abteilung. Sie führt bislang in verschiedenen Bereichen des Ministeriums wahrgenommene Aufgaben zusammen. Ich meine, wir sind so gut aufgestellt, um die anstehenden und nicht ganz unbeträchtlichen Herausforderungen zu bewältigen.“

Die Struktur der neuen Abteilung 6 soll zunächst folgendermaßen aussehen:

Referat 61: Recht, eGovernment-Strategie des Landes Brandenburg, Zentrale Gremien, Strategische Zusammenarbeit mit den Kommunen sowie mit Wissenschaft und Forschung, Laufbahnordnungsbehörde Dienst als Informatiker, Open Data

Referat 62: Landesweites Monitoring gemäß Onlinezugangsgesetz, Föderatives Informationsmanagement (FIM), Ausgestaltung der Basiskomponenten Portalverbund und Servicekonten, Zusammenarbeit mit den Modellkommunen

Referat 63: Landesweite Verfahrensverantwortung für die eAkte, eZusammenarbeit, das Kabinettinformationssystem sowie die Webredaktion, landesweite technische Verfahrensverantwortung PerIS, Fachaufsicht über den zentralen IT-Dienstleister ZIT-BB und das elektronische Dokumentenmanagementsystem ELDOK

Referat 64: IT-Leitstelle, IT-Sicherheit sowie IT-Infrastruktur des Landes Brandenburg, Koordinierungsstelle für IT- und Cyber-Sicherheit im MIK, Verfahrensverantwortung für die IT-Basiskomponenten für Land und Kommunen.

Kommunale Ebene steht im Mittelpunkt

Brandenburg verabschiedet eGovernment-Gesetz

Kommunale Ebene steht im Mittelpunkt

29.01.19 - Die Verabschiedung eines eigenen eGovernment-Gesetzes war dem Land Brandenburg noch nicht einmal eine Pressemitteilung wert. eGovernment Computing hat es dennoch erfahren und mit dem Landes-CIO, Staatssekretärin Katrin Lange, über die Besonderheiten des Gesetzes gesprochen. lesen

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