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Deutsche Rentenversicherung Schwaben Kostengünstig und umweltfreundlich telefonieren

| Autor / Redakteur: Uwe Kerrinnes / Gerald Viola

Rund 100 Mitarbeiter der Deutschen Rentenversicherung Schwaben (DRV Schwaben) telefonieren seit Anfang 2008 über das Internet-Protokoll (IP). Dass ihr bislang reines Datennetz jetzt auch Sprache überträgt, ist für die Augsburger Hauptverwaltung und die neue Beratungsstelle in der Schaezlerstraße sowie deren Außenstelle in der Bahnhofstraße in Kempten sehr wirtschaftlich. Durch die Daten- und Sprachintegration werden nicht nur Leitungskosten, sondern auch der Stromverbrauch reduziert, was letztendlich auch die CO2-Emissionen günstig beeinflusst.

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( Archiv: Vogel Business Media )

Vor der Eröffnung der neuen Auskunfts- und Beratungsstelle der DRV Schwaben Anfang des Jahres stellte sich die Frage, ob man sie an die zentrale Telefonanlage in der Dieselstraße anschließen soll. Das wäre technisch und wirtschaftlich nicht so sinnvoll gewesen wie ein gemeinsames Netz für Sprache und Daten. Die DRV entschied sich deshalb dafür, in den neuen Beratungsstellen auf Voice over IP (VoIP) zu setzen, zumal auch die 45 Mitarbeiter im IT-Referat bereits über IP telefonieren. Möglich wurde dies auch, weil für die Hauptverwaltung neue Aktivkomponenten für das Datennetzwerk beschafft werden mussten. Bei dieser Beschaffung wurden gleich Netzwerkgeräte gekauft, die den Strom für das Telefon über das Datenkabel leiten; sogenannte Power-over-Ethernet-Switches.

Neben der Wirtschaftlichkeit spielte für die staatliche Rentenversicherung die Investitionssicherheit eine große Rolle. Außerdem wollte sie vorhandene Infrastrukturen – so weit möglich – weiter nutzen. Deshalb sollte ein sanfter Übergang von den alten zu den neuen Systemen stattfinden.

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Virtuelle Nebenstellenanlage

Im Auftrag der DRV Schwaben machte T-Systems das bisher reine Datennetz sprachtauglich und integrierte in die vorhandene Telefonanlage eine Unified-Communications-Lösung von Cisco. Diese wird als virtuelle Nebenstellenanlage betrieben. Bislang sind rund 100 IP-Telefone daran angeschlossen. „Die Gespräche und Daten zwischen der Hauptverwaltung und den Beratungsstellen laufen somit Kosten sparend über ein Netz“, sagt Ludwig Wiedemann, Referatsleiter Informationstechnik in der Augsburger Hauptverwaltung der DRV Schwaben.

Ein weiteres Plus: Durch die integrierte Netzlösung sind in den beiden Beratungsstellen keine eigenen Telefonanlagen und in der Schaezlerstraße keine eigenen Server erforderlich. Das DRV-Netz ist außerdem vom öffentlichen Internet unabhängig, sodass sich feste Bandbreiten für die Telefonie reservieren lassen.

Damit es bei der Sprachübertragung nicht zu Störungen kommt, erhält sie im Netz Vorfahrt gegenüber weniger zeitkritischen Datenpaketen wie eMails oder größeren Datei-Downloads. Das Ergebnis ist eine mit ISDN vergleichbare Telefoniequalität ohne Ausfälle, Verzögerungen oder Übertragungsschwankungen (Jitter). „Das ist die Voraussetzung für jegliche Sprach- und Videokommunikation in konvergenten Netzen“, sagt Markus Brummer, Projektleiter bei T-Systems.

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