Enterprise Content Management beim Abwasserverband

Kosteneffizient in die Zukunft

| Autor / Redakteur: Sabina Merk / Susanne Ehneß

(Bild: Abwasserverband Fulda)

Der Abwasserverband Fulda agiert als moderner Dienstleistungsbetrieb für einen Großteil der Stadtregion Fulda. Dabei hat er auch die Verwaltungskosten im Auge. Diese so gering wie möglich zu halten, gelingt mithilfe eines ECM-Systems.

In Fulda und Umgebung entsorgte bis 1967 die jeweilige Gemeinde die Abwässer von Haushalten, Betrieben und öffentlichen Einrichtungen. 1968 wurde die Abwasserentsorgung zentralisiert und diese hoheitliche Dienstleistung einem Zweckverband übertragen: Der Abwasserverband Fulda (AVF) entstand. Gründungsmitglieder waren die Stadt Fulda und die damals noch selbstständigen 17 Umlandgemeinden.

Die Mitgliedsgemeinden übereigneten dem Abwasserverband kostenlos ihre Kanäle und Anlagen. Im Gegenzug übernahm der Verband alle daraus entstehenden Pflichten, einschließlich des Schuldenabtrags. Durch die Gebietsreform Anfang der siebziger Jahre schrumpften die ursprünglichen 18 Mitglieder auf drei zusammen: die Stadt Fulda und die Gemeinden Künzell und Petersberg. 1969 hatte der Abwasserverband 35 Mitarbeiter und ein etwa 355 Kilometer langes Kanalnetz. Heute betreibt der interkommunale Verband mit knapp 80 Mitarbeitern fast 700 Kilometer Kanalnetz und drei Klärwerke.

Seine Aufgaben beinhalten damals wie heute die Abwasserableitung, -reinigung und Klärschlammverwertung. Allerdings sind sie heute viel aufwendiger, da die Anforderungen aus Umweltschutzgründen erheblich verschärft wurden. Abwasser wird heute nicht nur mechanisch, sondern auch biologisch gereinigt, um zum Beispiel Stickstoff und Phosphor im Abwasser zu reduzieren. Zudem wird verschmutztes Regenwasser gereinigt, und Indirekteinleiter, wie Indus­trie- und Gewerbetreibende, werden stärker kontrolliert.

Aus der Praxis

Eine saubere Umwelt ist natürlich nicht zum Nulltarif zu haben. Aber die beiden folgenden Beispiele zeigen, wie effektiv und wirtschaftlich der AVF die Abwassergebühr seiner Bürger verwendet.

Die Kläranlage Gläserzell nutzt die im Klärgas enthaltene Energie und deckt so fast ihren gesamten Strombedarf ab. Außerdem realisiert der Verband mit einer Prozesswasserbehandlung eine nachhaltige innovative Entwicklung, die jährlich etwa 150.000 Euro und 100 Prozent der erforderlichen Hilfsstoffe einspart.

Seit Januar 2013 sind grundsätzlich getrennte Gebühren für Schmutzwasser und Niederschlagswasser festzusetzen und zu erheben. Die Einführung dieser gesplitteten Abwassergebühr bringt ­unter anderem mehr Gebührengerechtigkeit, weil nun auch die Kosten der Niederschlagswasserentsorgung verursachergerecht umgelegt werden. „Für uns bedeutete dies aber einen enormen Verwaltungsmehraufwand, da die Daten von über 40.000 Grundstücken erfasst werden mussten und anschließend zu verwalten sind“, erinnert sich Joachim Adams, Geschäftsführer des Abwasserverbands Fulda.„Die bisherige konventionelle Ablage unseres Schriftverkehrs in physischen Ordnern war dafür ungeeignet. Problematisch gestalteten sich dabei insbesondere die verschiedenen Ordnungskriterien wie Name, Straße und Kassenzeichen. Denn diese führten zu einer Mehrfachablage und entsprechend hohen Papierbergen. Außerdem waren die Unterlagen teilweise schwer auffindbar, sodass die Mitarbeiter lange mit der Suche danach beschäftigt waren.“

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