Sachsens neuer CIO im Interview

„Kooperationen im IT-Bereich zu forcieren ist Verfassungsauftrag“

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Wie soll es beim Thema Open Data und Open Government in Sachsen weitergehen?

Wilhelm: Das Sächsische eGovernment-Gesetz schreibt vor, dass maschinenlesbare Formate zu verwenden sind, wenn staatliche Behörden Daten öffentlich zur Verfügung stellen. Wir entwickeln seit Herbst vergangenen Jahres ein sächsisches Open Data Portal. Es wird eine zentrale Lösung sein und die Behörden dabei unterstützen, die gesetzlichen Vorschriften zu erfüllen.

Wir beteiligen uns an der Anwendung des IT-Planungsrates – „GovData – Datenportal für Deutschland“ –, das mit dem sächsischen Portal verknüpft sein wird. Bürgern und Unternehmen werden also zentrale Startpunkte für Recherchen zu öffentlich zugänglichen Daten der sächsischen Verwaltung zur Verfügung stehen.

Wie wollen Sie die Zusammenarbeit mit dem IT-Planungsrat gestalten, und wie schätzen Sie die Notwendigkeit einer ebenenübergreifenden Zusammen­arbeit zwischen Bund und Ländern ein? Werden Sie persönlich und kontinuierlich an den Sitzungen des IT- Planungsrats teilnehmen? Für welche IT-Themen wollen Sie sich hier besonders engagieren?

Wilhelm: Kooperation im IT-Bereich zu forcieren ist Verfassungsauftrag. Einige Aufgaben sind ohne die Zusammenarbeit zwischen Bund, Ländern und Kommunen nicht zu lösen. Ich denke hier zum Beispiel an die Gewährleistung der Informationssicherheit oder an Datenaustauschstandards. Ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit Bund und Ländern.

Welche persönlichen Ziele verbinden Sie mit dem CIO-Posten. Wo soll Sachsen im eGovernment am Ende der Legislaturperiode stehen?

Wilhelm: Sachsen steht heute vergleichsweise gut da, und das soll so bleiben. Daher möchten wir zusammen mit der IT-Abteilung und dem IT Dienstleister SID eGovernment in Sachsen als Serviceleistung für Bürger sowie als Standortfaktor für Unternehmen und modernes Arbeitsmittel für Mitarbeiter ausbauen.

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