Die Zukunft von eGovernment in Nordrhein-Westfalen

Konkrete Maßnahmen zur Entwicklung von eGovernment

09.12.2010 | Redakteur: Manfred Klein

Staatssekretär im Innenministerium von Nordrhein-Westfalen Dr. Hans-Ulrich Krüger
Staatssekretär im Innenministerium von Nordrhein-Westfalen Dr. Hans-Ulrich Krüger

Inwieweit ist der Modellversuch übertragbar?

Krüger: Der Modellversuch zeigt, dass die neuen Möglichkeiten einer vernetzten Zusammenarbeit eine neue verwaltungsorganisatorische Sichtweise erfordern, die eine grundlegende Überprüfung und Neugestaltung kommunaler Verwaltungsprozesse auslöst. Hierbei stehen nicht mehr die Aufbaustrukturen in der Kommune, innerhalb derer die einzelnen Prozesse ablaufen, im Vordergrund, sondern die Geschäftsprozesse auf der Arbeitsebene. Eine zentrale Fragestellung des Modellversuchs war daher die Identifizierung und Beschreibung der „richtigen Prozesse“ und die Verständigung auf einen gemeinsamen Modellierungsstandard.

Sowohl eGovernment als auch eine vernetzte Verwaltung brauchen die Mitarbeit der Kommunen. Welche Anstrengungen unternimmt das Land, um die Gemeinden einzubinden?

Krüger: Die Weiterentwicklung von eGovernment stellt einen umfassenden kontinuierlichen Reformprozess dar, der die gesamte öffentliche Verwaltung betrifft. In vertrauensvoller und kooperativer Zusammenarbeit mit den kommunalen Spitzenverbänden wird das Land neue Arbeitsfelder identifizieren und konkrete Umsetzungsvorschläge einleiten.

Wie bewertet die Landesregierung den IT-Planungsrat und wie wird sich NRW in dessen Arbeit einbringen?

Krüger: Bund, Länder und Kommunen sind auf eine erfolgreiche Zusammenarbeit bei und mit der Informationstechnologie angewiesen. Artikel 91c in Verbindung mit dem IT-Staatsvertrag schafft hierfür eine neue verfassungsrechtlich abgesicherte Grundlage. Nach meiner Überzeugung bietet der IT-Planungsrat große Chancen für alle Beteiligten. Als das entscheidende Koordinierungsgremium auf Bund-Länder-Ebene kann er verbindliche fachübergreifende Standards festlegen und bedeutsame Bund-Länder-Projekte steuern und koordinieren. Erste Ergebnisse wie die Nationale eGovernment-Strategie oder die Finanzplanung für den Regelbetrieb der Einheitlichen Behördenrufnummer 115 sind ja bereits schon erzielt worden.

Das Land Nordrhein-Westfalen wird auch in Zukunft sehr aktiv mitarbeiten und seinen Beitrag leisten, damit der IT-Planungsrat möglichst erfolgreich ist.

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