Die Zukunft von eGovernment in Nordrhein-Westfalen

Konkrete Maßnahmen zur Entwicklung von eGovernment

09.12.2010 | Redakteur: Manfred Klein

Staatssekretär im Innenministerium von Nordrhein-Westfalen Dr. Hans-Ulrich Krüger
Staatssekretär im Innenministerium von Nordrhein-Westfalen Dr. Hans-Ulrich Krüger

Wird die neue rot-grüne Koalition in Nordrhein-Westfalen für frischen Wind bei eGovernment und Verwaltungsreform sorgen? Manches – wie die geplante IT-Strategie für das Land – spricht dafür.

Wie es aber nun genau weitergehen soll, darüber sprach eGovernment Computing mit dem zuständigen Staatssekretär, Dr. Hans-Ulrich Krüger.

Herr Krüger, in den vergangenen Legislaturperioden war in Sachen eGovernment und Verwaltungsreform wenig Neues aus NRW zu hören. Welche Schwerpunkte will die neu gewählte Landesregierung in diesen Bereichen setzten? Die Koalitionsvereinbarung erwähnt die beiden Bereiche nicht.

Krüger: Seit vielen Jahren verfolgt die Landesregierung eine konsequente eGovernment-Strategie. Den aktuellen Stand gibt der Abschlussbericht des Aktionsplans 2009 wider. Die neue Landesregierung wird die Entwicklung mit neuen Schwerpunkten fortsetzen. Derzeit arbeiten alle Ressorts unter Federführung des Ministeriums für Inneres und Kommunales an einer gemeinsamen IT- und eGovernment-Strategie. Ziel ist es, die Informationstechnik in der Landesverwaltung effizienter und kostengünstiger zu gestalten. Schwerpunkte der Strategie werden sein:

  • Wir wollen die digitalen Beteiligungsmöglichkeiten der Menschen an öffentlichen Entscheidungsprozessen über das Internet sowie die Bereitstellung öffentlicher Daten und Informationen erweitern.
  • Im Bereich der Informationstechnik wollen wir insbesondere die Zusammenarbeit von Landes- und Kommunalverwaltung in Nordrhein-Westfalen wesentlich intensivieren, weil die Kommunen in der Regel die erste Anlaufstelle für die Bürgerinnen und Bürger sowie für kleine und mittlere Unternehmen bei Verwaltungsdienstleistungen sind.
  • Darüber hinaus wird derzeit die Informationstechnik in der Landesverwaltung umfassend neu strukturiert. Ziel ist es, die Qualität der Aufgabenerledigung bei gleichzeitiger Kostensenkung zu verbessern. Den ersten Schritt haben wir bereits erfolgreich umgesetzt: Die vier Rechenzentren der Landesverwaltung haben wir zusammengelegt und in dem Landesbetrieb IT.NRW neu organisiert. Wir haben die Absicht, in einem nächsten Schritt eine Vielzahl von bisher dezentral betriebenen IT-Verfahren der Behörden und Einrichtungen des Landes auf diesen zentralen IT-Dienstleister überzuleiten.
  • Wir wollen die technischen Plattformen harmonisieren und die IT-Verfahren bei gleichartigen Fachaufgaben vereinheitlichen.

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