eGovernment Summit 2008

Kongress bietet Blick über den Tellerrand

08.09.2008 | Autor / Redakteur: Manfred Klein / Manfred Klein

Moderator. Hermann Hill, Professor der Deutschen Verwaltungshochschule in Speyer, wird durch den Summit führen
Moderator. Hermann Hill, Professor der Deutschen Verwaltungshochschule in Speyer, wird durch den Summit führen

Es ist soweit: eGovernment Computing wird am 30. und 31. Oktober auf dem Bonner Petersberg den eGovernment Summit durchführen. Auf der Veranstaltung werden die Spitzen aus Politik und Verwaltung die Frage diskutieren, wie eGovernment zur Lösung gesellschaftlicher Herausforderungen beitragen kann.

Ohne Zweifel stehen die Verwaltungen heute vor dramatischen Herausforderungen. Darüber herrscht zumindest in der IT-Industrie Übereinstimmung. Doch die Teilnehmer des eGovernment Summit aus dem Bereich der Politik sehen dies genauso.

So bringt Martin Schallbruch, IT-Direktor im Bundesinnenministerium, die Frage nach den besonderen Herausforderungen denen die Politik gegenwärtig gegenübersteht, so auf den Punkt: „Aus dem Blickwinkel von eGovernment steht die Öffentliche Verwaltung in Deutschland vor allem vor drei großen Veränderungen. Erstens: Es gilt die IT-Zusammenarbeit der 40.000 Behörden von Bund, Ländern und Kommunen zu organisieren. Diese Aufgabe wird durch den Fachkräftemangel in der Verwaltung ebenso erschwert, wie durch die Knappheit der Ressourcen und die Notwendigkeit, auch bei gemeinsamer Aufgabenbewältigung die Eigenständigkeit zu wahren. Zweitens: Der demografische Wandel macht den Verwaltungen in absehbarer Zeit sehr zu schaffen.

Heute schon stehen weniger Beschäftigte zur Verfügung. Die Altersstruktur wird sich ändern. Die Zahl der älteren Mitarbeiter nimmt zu. Mit den Folgen dieser Entwicklung gilt es, konstruktiv umzugehen. Und drittens: Der Öffentliche Sektor ist nicht von Maßnahmen zum Klimaschutz und zur Reduktion des Ressourcenverbrauchs ausgenommen. Die Bürger erwarten zu Recht von den deutschen Behörden, dass sie dies auch für sich zum Thema machen und Umweltaspekte bei der Beschaffung berücksichtigen, auch im Bereich IT.“

Dabei sei ohne jeden Zweifel, so Martin Schallbruch weiter, die dringlichste Herausforderung die erstgenannte. „Wenn wir es schaffen, die Zusammenarbeit von Bund, Ländern und Kommunen gut zu organisieren, können wir andere Aufgaben leichter, schneller und besser bewältigen“.

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