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Honeywell Kompakte Geräte sind gefragt

| Autor / Redakteur: Kathrin Schäfer / Ira Zahorsky

Der Wunsch nach medizinischen Technologien, die weniger „aufdringlich“ in das Patientenleben eingreifen, führt zu einer steigenden Nachfrage nach kompakten Geräten.

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Dank kleiner Sensoren werden medizinische Geräte wie Beatmungsgeräte, Infusionspumpen und Monitore zur Wiedergabe von Vitalwerten immer kompakter.
Dank kleiner Sensoren werden medizinische Geräte wie Beatmungsgeräte, Infusionspumpen und Monitore zur Wiedergabe von Vitalwerten immer kompakter.
(Bild: iStock.com/Paul Velgos)

Der Einbau von kleinen und leistungsstarken Sensoren trägt dazu bei, dass medizinische Eingriffe auch auf sehr engem Raum durchgeführt werden können. Diese Anforderungen führen dazu, dass selbst große Medizingeräte, wie beispielsweise Ventilatoren, kleiner und kompakter werden müssen. Doch die Geräte einfach zu verkleinern genügt nicht – sie müssen auch genauer, leistungsstärker und intelligenter sein als jemals zuvor.

Die Medizinindustrie strebt nach kleinen, tragbaren medizinischen Geräten, die die Patientenversorgung wirtschaftlicher und qualitativ hochwertiger machen sollen. Sensoren spielen bei der Erreichung dieses Ziels eine entscheidende Rolle. Entsprechend ist eine der wichtigsten Aufgaben für Ingenieure die Entwicklung besonders kleiner Sensorelemente, die kompakt genug für die engen Maße heutiger Geräte sind. Vielen dieser Herausforderungen kann man begegnen, indem man die moderne Sensortechnologie mit Entwicklungsmethoden zur bestmöglichen Implementierung kombiniert.

Doch bis vor kurzem stieß die Weiterentwicklung von Sensoren an ihre Grenzen, wenn es um die Realisierung kleinerer und tragbarer medizinischer Geräte ging: Sensoren als mechanische und analoge Komponenten haben sich in der Vergangenheit nicht so schnell entwickelt wie die digital ausgerichteten Technologien, die in Laptops, Tablets, Handhelds und anderen Consumer-Produkten Verwendung finden.

Mit den kleineren Sensoren und neuen Technologien, die nun verfügbar sind, können Ingenieure den Aufwand und die Kosten ihrer Entwicklungen reduzieren. Intelligente Sensoren wie der „Amplified Basic Pressure (ABP)“-Sensor erlauben es, Systeme für immer kleinere Geräte mit geringerem Energieverbrauch zu entwerfen. Der ABP-Sensor ist einer der branchenweit kleinsten signalverstärkten digitalen Drucksensoren. Darüber hinaus ist er mit Flüssigmedien kompatibel, verfügt über einen Schlafmodus sowie über verschiedene Optionen zur Temperaturausgabe. Damit eignet sich der Sensor ideal für den Einsatz in einer Vielzahl von Anwendungen für das „Internet der Dinge“.

Der nur 8 x 7 mm große Sensor benötigt weniger Platz auf der Platine und erlaubt es Entwicklungsingenieuren, die Design- und Herstellungskosten für ihre Produkte zu senken sowie gleichzeitig die Leistung und Zuverlässigkeit zu verbessern. Damit sind Ingenieure in der Lage, durch eine bessere Nutzung des knappen Platzes die geforderten Entwicklungsziele ohne Kompromisse bei der Leistungsfähigkeit ihrer Produkte zu erreichen.

Der Trend zu kleineren medizinischen Geräten hat Auswirkungen auf fast jeden Bereich moderner medizinischer Versorgung. Besonders bei Patientenaufnahme und -transport sowie ambulanter Versorgung tragen entsprechende Medizingeräte dazu bei, dass Patienten schneller erreicht und behandelt werden können. Kompakte und leichte Lösungen zur Überwachung machen es möglich, dass Geräte nicht nur wie bisher in den OP-Saal, sondern auch in lokale Kliniken und sogar in räumlich beengte Krankenwagen passen.

Sie machen medizinische Geräte immer kompakter

Auch andere Systeme profitieren von verkleinerten Komponenten, darunter Blutdruckmessgeräte: Zur Messung des Blutdrucks wird eine aufblasbare Manschette am Arm des Patienten befestigt, um die Durchblutung einzuschränken. Anschließend wird der Druck üblicherweise mit einem Manometer gemessen. Hier könnte alternativ auch ein ABP-Sensor Verwendung finden, der als genauer, kompensierter Sensor die Grundlage für eine exakte Messung des Blutdrucks liefert. Der Sensoreinsatz bringt zwei Vorteile mit sich: Die Messung kann automatisiert werden und er erlaubt das Erfassen des Patientenblutdrucks aus der Ferne. Damit kann das medizinische Personal mehrere Patienten gleichzeitig überwachen. Die geringe Größe und das geringe Gewicht des ABP-Sensors sorgen außerdem dafür, dass die Manschette besonders klein ausfallen kann. Das steigert den Patientenkomfort, beispielsweise wenn die Manschette für längere Zeit getragen werden muss.

Es gibt zahlreiche Szenarien, in denen kleinere und intelligentere Sensoren ihre Vorteile ausspielen. Die moderne Sensortechnologie ermöglicht es der Medizinindustrie, durch mobilere Geräte Verbesserungen in der Patientenbehandlung, sei es im Krankenhaus oder in der häuslichen Pflege, zu erreichen und die Kosten im Gesundheitswesen zu reduzieren. Die Hersteller sind jetzt gefragt, diese Vorteile zu nutzen und kleine Sensoren in ihren Lösungen zu implementieren.

Dieser Artikel erschien zuerst auf unserem Schwesterportal Devicemed.

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