Neues Beratungsangebot der AKDB: DIGITAL.Consulting[Gesponsert]

Kommunen stehen vor großen Veränderungen

Michael Diepold, Leiter der Stabsstelle Digitalisierung bei der AKDB
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Michael Diepold, Leiter der Stabsstelle Digitalisierung bei der AKDB (© Antje Meinen Fotografie)

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Seit 2019 hat die Stabsstelle Digitalisierung der AKDB ein neues Beratungsangebot im Portfolio: DIGITAL.Consulting. Damit können sich Kommunen in ganz Deutschland auf die digitale Transformation vorbereiten.

Michael Diepold, Leiter der Stabsstelle Digitalisierung bei der ­AKDB, erzählt im Interview, warum eine Digitalisierungsberatung mit kommunalem Know-how und Background für Kommunen wichtig ist und wie sein Angebot aussieht.

Herr Diepold, brauchen Kommunen Beratung zum Thema Digitalisierung?

Diepold: Ja. Besonders deutlich wurde das im Oktober auf der Fachmesse Kommunale. Der Grund ist einfach: In den letzten Jahren hat sich viel getan auf Bundes- und Länderebene. Es gab eine Grundgesetzänderung im Bereich der ­Informationstechnik.

Das Online­zugangsgesetz und die Entscheidung, einen Portalverbund zu realisieren, sind Ergebnisse dieser Entscheidung. 575 Verwaltungs-Dienste müssen bis 2022 online verfügbar gemacht werden, das hat den Prozess natürlich beschleunigt. Kommunen fragen sich, wo sie ansetzen sollen, um sich für die Zukunft aufzustellen. Und jetzt wollen wir ihnen helfen, das Projekt Digitalisierung strukturiert anzugehen.

Mit welchen Anforderungen sind Kommunalvertreter auf der Kommunale zu Ihnen gekommen?

Diepold: Ganz unterschiedliche: Es gab kleinere Kommunen, die noch gar keine Vorstellung hatten, wie sie sich aufstellen sollen und welche Schritte wichtig sind. Andere hatten bereits ein Digitalisierungskonzept und waren irgendwann an ihre Grenzen gestoßen. Für jede haben wir andere Vorgehensweisen und Lösungen.

Konkret?

Diepold: Eine kleinere Kommune wird wahrscheinlich erst einmal Basisfachdienste und ein Portal benötigen. Eine größere Stadt, die viel Zuzug erlebt – wie München oder Berlin – braucht dagegen mehr Entlastung bei der Sachbearbeitung. Da könnte man sich überlegen, KI-Lösungen für voll automatisierte Verwaltungsvorgänge einzusetzen, damit Routinetätigkeiten entfallen. Oder weiter: Größere Städte riskieren heute einen Verkehrsinfarkt. Da ist die ­Digitalisierung von Mobilitäts­lösungen indiziert: Wo ist ein freier Parkplatz? Wie kann man Staus umgehen?

Was prädestiniert die Stabsstelle dazu, solche Dienstleistungen anzubieten?

Diepold: Wir haben bei der AKDB­ tiefen Einblick in die kommunale Welt. Wir haben jeden Tag erlebt, was Sachbearbeitern und Entscheidern in Kommunen auf den Nägeln brennt. Wir haben gesehen, wo mehr Bürgernähe erforderlich war und wo Prozesse verbessert werden konnten. Wir kennen auch alle rechtlichen Aspekte, die hinter Arbeitsprozessen in Kommunen stecken. Und da haben wir uns irgendwann gesagt: Wer, wenn nicht wir, können Unterstützung leisten? Denn, egal was andere sagen: Die Kommunalwelt funktioniert doch anders als die Privatwirtschaft.

Wo hapert es meist noch bei der Digitalisierungsstrategie?

Diepold: Manche finden von alleine keine Antwort auf die Frage: Wo wollen wir in fünf bis zehn Jahren sein in unserer Verwaltung? Wie sieht unsere Kommune dann aus? Da kann man sich schnell vergaloppieren oder Geld in den Sand setzen, wenn man an den falschen Stellschrauben dreht. Genau da setzt unser Beratungsangebot an. Es geht also erst einmal um eine Bestandsaufnahme, die die Frage beantwortet: Wie digitalisiert bin ich? Kleineren Kommunen bieten wir ein standardisiertes Reifegradmodell an, einen so genannten „Check“.

Größere Kommunen sind oft komplexer zu erfassen, da muss eine umfassendere Ist-Analyse stattfinden. Das ist die Basis von der wir ausgehen, um später Impulse zu geben. Unsere Empfehlung kann dann lauten: Erweitert Euer Online-Dienste-Angebot oder setzt KI-Lösungen ein. Oder führt zu allererst eine E-Akten-Lösung mit Dokumenten-Managementsystem ein. Allgemein haben wir festgestellt: Je größer die Kommune, desto individueller die Beratung.

Steht fehlendes Personal in den Kommunen der Digitalisierung im Weg?

Diepold: Nicht unbedingt. Ich ­stelle eher fest, dass es oft an einer ­Figur fehlt, die sich stark macht für das Digitalisierungsprojekt. Ein erster Schritt ist die gemeinsame Initiative von kommunalen Spitzenverbänden, Bayerischer Verwaltungsschule und Bayerischer Vermessungsverwaltung, Angestellte in der Verwaltung zu Digitallotsen auszubilden.

Aber der wahre Ansatz muss sein, dass viel früher das Bewusstsein für digitale Lösungen ausgebildet wird. Die Studenten der Verwaltungshochschulen müssen frühzeitig an die Digitalisierungsthemen herangeführt werden. Ich spreche von anderen Lehrplänen, neuen Fächern.

Wir haben bereits exzellente Verwaltungsstrukturen und exzellent ausgebildete Verwaltungsexperten. Jetzt muss noch für mehr ­Agilität gesorgt werden.

Weitere Informationen zu den AKDB-Lösungen finden Sie hier.

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