Niedersachsen-CIO Sandra von Klaeden zur künftigen Ausrichtung von eGovernment

„Kommunen gezielt bei eGovernment unterstützen“

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In diesem Zusammenhang spielt auch der Themenbereich IT-Konsolidierung eine wichtige Rolle. Welche Maßnahmen sind hier geplant? Soll zum Beispiel die Zusammenarbeit mit Dataport weiter ausgebaut werden – und wenn ja, wie?

von Klaeden: Niedersachsen verfügt mit dem Landesbetrieb für Statistik und Kommunikationstechnologie Niedersachsen (LSKN) über einen IT-Dienstleister, der auch in Zukunft die Basis der IT-Unterstützung für die Landesverwaltung bilden wird. Infolge der zunehmenden Komplexität und Vielfalt der Informationstechnologie ist die ständige Anpassung und zielgerichtete Weiterentwicklung des Leistungsspektrums des LSKN eine Daueraufgabe. Darüber hinaus sind wir auch bereit für Kooperationen, sei es im Rahmen der Aktivitäten des IT-Planungsrats oder mit IT-Dienstleistern der Kommunen und Länder.

Apropos, als CIO vertreten Sie Niedersachsen auch im IT-Planungsrat. Welche Positionen vertritt das Land in diesem Gremiu­m?

von Klaeden: Eine vertrauensvolle Zusammenarbeit mit allen betroffenen Akteuren ist in Fragen der föderalen Informationstechnologie unabdingbar und bildet daher auch einen Kerngedanken des IT-Staatsvertrages.

Mit der Nationalen eGovernment-Strategie hat der Planungsrat seiner Arbeit eine programmatisch-strategische Grundlage gegeben, an deren Ausgestaltung Niedersachsen mitarbeitet.

Mein Fokus liegt bei den Projekten auf der föderalen Zusammenarbeit und Maßnahmen, die eine Weiterentwicklung von Verfahren zur internetbasierenden Abwicklung von Verwaltungsleistungen zum Ziel haben. Akzente setzt Niedersachsen daher bei der Beschreibung und Planung des gemeinsamen und föderalen eGovernment-Infrastrukturbedarfs. Zudem begleiten wir die Entwicklung einer Gesamtstrategie für den Einsatz elektronischer Identifizierungs- und Signaturverfahren im eGovernment. Dabei ist es allerdings notwendig, auch die finanziellen Auswirkungen auf den Landeshaushalt und die kommunalen Haushalte im Blick zu haben.

Welche eGovernment-Projekte sind für die nächsten Monate geplant und welche Zielsetzung verfolgt das Land damit?

von Klaeden: Weiter im Ausbau sind unsere eGovernment-Infrastrukturkomponenten, etwa der Bürger- und Unternehmensservice (BUS) oder die Prozessplattform zur elektronischen Weitergabe von Gewerbemeldungen (edin-Gewerbe). Als neuen Bürgerdienst stellen wir zusätzlich das NAVO zur Verfügung. Diese Infrastrukturkomponenten wollen wir verstärkt im Lande bekanntmachen und für eine konsequente Nutzung bei den Behörden werben.

Als nächstes wollen wir uns erneut mit der elektronischen Langzeitarchivierung befassen. Zwischenzeitlich hat unser IT-Dienstleister LSKN eine Lösung für die Steuerverwaltung entwickelt, die auf diese Funktion ausgerichtet ist. Ferner sehen wir Bedarfe, rein elektronisch angefallene Daten auch in dieser Form im Niedersächsischen Staatsarchiv aufzubewahren, wofür wir eine Lösung suchen.

Über die eGovernment-Projekte hinaus verfolgen wir zwei weitere wichtige Projekte für die interne Optimierung der IT-Unterstützung, nämlich die Zusammenführung und Erneuerung des Daten- und Sprachnetzes der Landesverwaltung sowie die Desktopmanagement-Optimierung. Damit wollen wir mithilfe von externen Dienstleistern für einen großen Teil der Verwaltungsarbeitsplätze die IT-Unterstützung neu und noch kostengünstiger gestalten.

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