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eGovernment im Saarland Kommunen erwerben Landeslizenz für DMS

| Redakteur: Manfred Klein

Kosten einsparen und gleichzeitig Standards setzen: An diesen Zielen der Verwaltungsmodernisierung arbeiten die Kommunen im Saarland gemeinsam mit ihren rheinland-pfälzischen Nachbarn.

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( Archiv: Vogel Business Media )

Ein gutes Beispiel dafür gibt es beim Dokumentenmanagement (DMS). Bereits im letzten Jahr hatte sich der Zweckverband Elektronische Verwaltung für saarländische Kommunen (eGo-Saar) gemeinsam mit der Gesellschaft für Kommunikation und Wissenstransfer mbH Rheinland-Pfalz (KommWis GmbH) für eine einheitliche Lösung im Dokumentenmanagement entschieden. Nun haben die saarländischen Kommunen eine Landeslizenz für alle Kommunen des Bundeslandes erworben.

Mit dieser können die Mitglieder des Zweckverbandes eGo-Saar – 52 Städte und Gemeinden, fünf Landkreise und der Regionalverband Saarbrücken sowie die saarländischen kommunalen Spitzenverbände – die Software Mach InformationManager nutzen, ohne dass sie erneut Lizenzkosten tragen müssen. Das gilt auch für die Töchter der Kommunen in Deutschlands kleinstem Flächenland, sofern die Kommunen an diesen Einrichtungen mit mindestens 50,1% beteiligt sind.

„Die angestrebte umfassende Verwaltungsmodernisierung, aber auch eine einheitliche Lösung neuer, von allen Kommunen zu bewältigenden Aufgaben, wie beispielsweise das elektronische Personenstandsregister, machen den Einsatz eines DMS erforderlich“, erläutert eGo-Saar Geschäftsführer Wilhelm Schmitt.

Das System soll den Kommunen die Grundlage für effizientes Verwaltungshandeln und eGovernment schaffen. Außerdem soll der Datenaustausch erleichtert werden.

Für eine kostengünstige und effektive Einführung soll der so genannte Kommunal-Client sorgen. Dieser berücksichtigt, laut Angaben des Anbieters, die spezifischen Anforderungen der Kommunen, sei bedarfsgerecht vorkonfiguriert und verfüge über eine universelle Schnittstelle zu Fachverfahren auf Basis des offenen Standards XDOMEA.

Laut Schmitt könnten die im Zweckverband organisierten Kommunen so über 90 Prozent der Anwendungsfälle mit einem Produkt abwickeln, ohne dass zusätzliche Individualentwicklungen erforderlich seien.

Bei der Einführung setzt das Saarland zusätzlich auf übergreifende Synergien, weil die Erfahrungen aus den Kommunen der beiden Bundesländer zusammenfließen.

Außerdem können Ressourcen in einem DMS-Kompetenzzentrum gebündelt werden. In Fragen von Einführung und Betreuung der MACH Software sowie bei der Weiterentwicklung des Kommunal-Clients arbeiten die Gesellschaften KommWis und eGo-Saar Hand in Hand.

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