Beschaffung Kommunen entdecken eProcurement

Redakteur: Manfred Klein

In unruhigen Zeiten entdecken nicht zuletzt die Kommunen die Vorteile von eProcurement-Anwendungen. Denn stabile und kostengünstige Lieferantenbeziehungen sichern gerade in Krisenzeiten die kommunale Daseinsvorsorge.

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eProcurement sorgt auch in Krisenzeiten für eine stabile Daseinsvorsorge
eProcurement sorgt auch in Krisenzeiten für eine stabile Daseinsvorsorge
(© tashatuvango – stock.adobe.com)

Erinnern sie sich noch an die ersten Diskussionen zur elektronischen Beschaffung und Ausschreibung? Die Liste, weshalb das alles nicht funktionieren könne, war mindestens ebenso umfangreich wie die Ausschreibungsunterlagen für ein mittelgroßes IT-Projekt in der Bundesverwaltung. Mittlerweile hat sich der Wind jedoch gedreht – auch und gerade in den Kommunen. Auslöser des Sinneswandels ist – wie könnte es anders sein – die Coronakrise, denn gerade in der Krise erkennen immer mehr Verwaltungen den Wert stabiler und dennoch günstiger Lieferantenbeziehungen.

Deutlich wird das zum Beispiel am Wiederaufleben kommunaler Einkaufsgenossenschaften, spielen diese doch gerade in schwierigen Zeiten ihre Stärken aus. Ein schönes Beispiel dafür ist „KoPart“, die landesweite Einkaufsgenossenschaft des Städte- und Gemeindebundes NRW. Bereits 2015, nur wenige Monate nach dem Start, wurden durch KoPart für ihre Mitglieder, Städte und Gemeinden in NRW, Refuge-Rahmenverträge am Markt abgeschlossen. Matratzen, Bodenschutz, Mobiliar, Hausrat und viele andere dringend für die Flüchtlingsunterbringung benötigen Güter waren damit landesweit und zeitnah über das Einkaufsportal der TEK-SERVICE AG aus Lörrach in Baden-Württemberg abrufbar.

Auch zu Beginn der Pandemie bewährte sich das Konzept. Das Sortiment konnte bereits im Frühjahr 2020 um Masken und Hygieneartikel erweitert werden. Städte und Gemeinden waren damit in der Lage, frühzeitig dringend erforderliche Artikel zu bestellen. Auch im Herbst 2020 reagierte KoPart prompt. Bund und Land hatten zwar erhebliche Fördermittel für die digitale Sofortausstattung der Schulen bereitgestellt; tatsächlich lag die große Herausforderung in der „Steuerung“ der Endgeräte an die Bedarfsträger zu Hause. Auf Grund der Erfahrungen im Umgang mit Digitalisierung in Einkauf und Vergabe war es KoPart möglich, europaweit mobile Endgeräte für Schüler und Lehrkräfte auszuschreiben und über das TEK-Portal landesweit zum Abruf bereitzustellen. mk

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