eGovernment in Städten und Landkreisen – IBM-Initiative „Smarter Cities“

Kommunales Handeln in Zeiten knapper Kassen

24.11.2010 | Redakteur: Gerald Viola

Michael A. Maier, Geschäftsbereichsleiter Öffentlicher Dienst, IBM Deutschland
Michael A. Maier, Geschäftsbereichsleiter Öffentlicher Dienst, IBM Deutschland

Es kann nur wenig Optimismus aufkommen, wenn die Kommunen in Deutschland ihre Kassenlage betrachten. Ungeachtet steigender Einnahmen wird 2010 das Jahr mit der höchsten Neuverschuldung für Landkreise, Städte und Gemeinden. Michael A. Maier, IBM-Geschäftsbereichsleiter Öffentlicher Dienst zur Redaktion eGovernment Computing: „Die Einnahmen steigen zwar im Vergleich zu 2009. Das Niveau von 2008 haben sie noch nicht erreicht.“ Doch das sind nicht die einzigen Probleme, für die IBM mit seiner Smarter-Cities-Initiative Lösungsansätze sieht.

Maier: „Die Krise ist breiter und intensiver, als wir uns bisher eingestehen. Dazu kommen weitere Einflüsse, die die Situation für die Öffentlichen Verwaltungen nicht einfacher machen“.

  • Demografie: Leistungs- und Wissensträger in den Öffentlichen Verwaltungen gehen in den Ruhestand.
  • Migration und Zuwanderung sowie
  • die Globalisierung stellen neue Herausforderungen an Städte.
  • Die Erwartungen der Bürger an die Politik und an die Verwaltungen hinsichtlich ihrer Partizipation haben sich geändert. Das finde, so Maier, seinen Niederschlag nicht zuletzt in den Protesten gegen Stuttgart 21 und den Flughafen Berlin-Brandenburg (BBI).

„Die Art und Weise der Kommunikation und Organisation der Bürger im Internet zeigt, dass die formalen Prozesse – wie beispielsweise Planfeststellungsverfahren – so nicht mehr vermittelbar sind. Neue Formen der Kommunikation und der Interaktion mit den Bürgerinnen und Bürgern beispielsweise in Blogs und Foren, sind gefragt“, sagt Michael A. Maier, „die Verwaltungen versuchen noch mit traditionellen Methoden auf die Herausforderungen des Web 2.0 zu reagieren. Hier ist ein Paradigmenwechsel angesagt: Weg von der Einweg-Kommunikation hin zum Dialog und zur frühzeitigen Interaktion im Web mit kritischen Teilöffentlichkeiten.“

„Die Städte sind für das ökonomische Wachstum und die Entwicklung der Staaten von zentraler Bedeutung“, so Maier. Der Wettbewerb finde dabei immer mehr auf globaler Ebene statt. Die Herausforderung für Entscheidungsträger bestehe nun darin, ein städtisches Umfeld zu schaffen, in dem Menschen sich aufgrund hoher Lebensqualität gerne aufhalten. Hierbei wolle IBM die Städte unterstützen. Die Lösungen für die künftigen Herausforderungen seien vorhanden. Es gehe jetzt darum, eine Vision von der Stadt der Zukunft zu entwickeln und diese umzusetzen.

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BAO

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