Zugeschnitten auf kommunale IT-Entscheider Kommunale 2011: eGovernment für Städte und Gemeinden

Redakteur: Manfred Klein

Seit über zehn Jahren ist die Kommunale eine der Kommunikations- und Informationsplattformen für kommunale Führungskräfte. 2009 bekräftigte die Veranstaltung ihre Anziehungskraft als Fachmesse für Kommunalbedarf jeder Art mit über 5.100 Besuchern und 260 Ausstellern. In diesem Jahr will die Messe auch die IT-Entscheider in den Kommunen mit allen relevanten Informationen versorgen.

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Volles Haus: Die Kommunale versammelt alle, die in der Gemeindeverwaltung etwas zu sagen haben
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( Archiv: Vogel Business Media )

Dazu heißt es vonseiten der Messe: „Mehr denn je müssen die immer komplexeren Verwaltungsprozesse und der behördliche Alltag in Kommunen durch professionelle IT-Produkte, Services und Dienstleister unterstützt werden.“

In diesem Jahr biete die Kommunale daher erstmals mit der IT-Fachkonferenz eine Plattform zur Wissensvermittlung und zum Austausch über aktuelle und künftige Einsatzgebiete und Problemstellungen in Sachen kommunaler IT.

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Die IT-Fachkonferenz der Kommunale wird die Themen Cloud Computing und Dokumentenmanagement ebenso praxisnah behandeln wie Green IT und Fragen zur Standardisierung der kommunalen IT. In zwei Vortragssträngen – aufgeteilt in strategische Themen für Entscheider und technikversierte Vorträge für die Spezialisten – soll die IT-Fachkonferenz anbieterneutrales Wissen für die Praxis vermittelt. Eine Keynote rundet das Programm der IT-Fachkonferenz auf der Kommunale ab.

Über Hintergründe und Konzeption des neuen Angebots sprach eGovernment Computing im Folgenden mit Eduard Heilmayr, Programmleiter der Fachkonferenz, und Thorsten Böhm, Senior Referenten des Congress Centers der Messe Nürnberg.

Herr Böhm, die Kommunale ergänzt ihr Messeprogramm um den Bereich Verwaltungs-IT und eGovernment. Was waren die Gründe für diesen Schritt?

Böhm: Die Entwicklung der Besucherzahlen mit IT-fachlichem Hintergrund hat in den letzten Jahren immer mehr zugenommen. Wir sehen hier die Möglichkeit, aber auch die Notwendigkeit, dieser Zielgruppe, die in einer sich schnell verändernden Branche tätig ist, Fachwissen zu aktuellen und künftigen Themen zu bieten. Was wir dabei erkannt haben ist: Diese Community hat noch keine Heimat, um persönliche Netzwerke aufzubauen, sich auszutauschen und Best-Practice-Erfahrungen zu nutzen oder weiterzugeben. Die Konferenz ist dazu die optimale Plattform. Unternehmen bietet solch eine Ergänzung zudem einen wichtigen Zusatznutzen, dient die Fachmesse doch den Konferenzteilnehmern als Informationsquelle, wie die anstehenden Fragestellungen durch entsprechende Produkte gelöst werden können. Wir sind uns sicher, durch diese Kombination – unabhängige Konferenz und Fachmesse – werden sich noch mehr IT-Entscheider und IT-Spezialisten aus den Kommunen für die Teilnahme entscheiden.

Kommunen haben in den beiden genannten IT-Bereichen zum Teil sehr divergierende Anforderungen und Bedürfnisse. Inwiefern bildet das Messekonzept diese Ansprüche ab?

Böhm: Die unterschiedlichen Bedürfnisse größerer und kleinerer Kommunen sind uns bekannt und bewusst. Es fällt jedoch auf, dass die Fragestellungen oft die gleichen sind. So geht es etwa um die Entscheidung, den Aufbau eigener IT-Strukturen zu forcieren oder externe Dienstleister ins Boot zu holen. Auch die Themen rund um die IT-Sicherheit ähneln sich, denken Sie hier nur an die Diskussionen im Zusammenhang mit Cloud Computing. Wir werden mit dem Programm der IT-Konferenz Lösungsansätze bieten und mit den Teilnehmern diskutieren. Die Ausstellerschaft der Fachmesse deckt schon seit jeher diese Anforderungen ab. Konferenzteilnehmer und Messebesucher können sich zu allen Themen an den Ständen produktbezogene Lösungsvorschläge einholen.

eGovernment ist immer auch Politik. Denken Sie nur an die aktuellen Themenbereiche Open Data und Open Government. Mit welchen Konzepten will die Messe die politische Ebene in den Diskussionsprozess einbinden?

Heilmayr: Schon immer findet auf der Kommunale eine umfassende politische Diskussion aller wichtigen kommunalen Themen statt. So diskutieren dieses Jahr beispielsweise Staatsminister Martin Zeil und Franz-Josef Pschierer als IT-Beauftragter der Bayerischen Staatsregierung mit Dr. Uwe Brandl, Präsident des Bayerischen Gemeindetages.

Ich bin mir sicher: Bei allen Aufgaben, welche die Kommunen in Zukunft bewältigen müssen, wird Informationstechnologie eine Schlüsselrolle spielen. Effiziente Verwaltungsprozesse und Kommunikationsaufgaben mit und für Bürger, wie sie bei Open-Data- und eGovernment-Projekten politisch gefordert und gefördert werden, müssen in bestehende organisatorische, rechtliche und technische Infrastrukturen sowie in IT-gestützte Fachverfahren eingegliedert werden. Und es müssen dazu – falls nötig – auch neue IT-Ressourcen geschaffen werden. Dazu benötigt man die Einbeziehung der IT-Elite in den Kommunen und in den Öffentlichen Verwaltungen.

Mit der erstmals durchgeführten IT-Fachkonferenz wollen wir die notwendige Diskussion zwischen Politik, kommunalen IT-Entscheidern und -Spezialisten sowie Anbieter von IT-Lösungen und -Dienstleistungen kanalisieren und eine sachlich fundierte Wissensplattform bieten. Unsere Sichtweise ist dabei die der kommunalen IT-Entscheider und IT-Spezialisten und nicht die der Politik und nicht die der Anbieter. Das spiegelt sich auch in unserem Konferenzprogramm wider.

Welche spezifischen Vorteile bietet die Messe für kommunale IT-Entscheider?

Heilmayr: An erster Stelle möchte ich hier das Vortragsprogramm nennen. Wir haben es entwickelt, nachdem wir uns mit IT-Leitern und CIOs aus Kommunen und Landkreisen zusammengesetzt haben. Dabei haben wir mit ihnen die Herausforderungen diskutiert, die es in den nächsten Jahren zu bewältigen gilt. Vortragsthemen und Referenten wurden gezielt angesprochen, um Lösungsperspektiven aufzuzeigen und innovative Anregungen zu geben. Wir haben also keinen einzigen Vortragsslot an IT-Anbieter „verkauft“, wie es häufig üblich ist. Das Konferenzticket ist trotzdem mit 39 Euro besonders günstig. Für Mitarbeiter des Öffentlichen Dienstes oder Studenten kostet es sogar nur 19 Euro. Im Ticket inbegriffen ist der Eintrittspreis für die Fachmesse. Dort kann sich jeder Konferenzteilnehmer in den Fachforen über die Produktangebote der Aussteller informieren und an den Ständen den Kontakt zu den Anbietern und Dienstleistern suchen. Wir halten das im Sinne unserer Kernzielgruppen, kommunale IT-Entscheider und -Spezialisten, für ein sehr schlüssiges, nutzenorientiertes und preiswertes Angebot. Der Besuch der Kommunale wird sich für jeden kommunalen ITler lohnen!

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