Stadtverwaltung holt Fraunhofer ins Boot

Kölner Open-Data-Strategie: Alle dürfen mitmachen!

| Redakteur: Manfred Klein

Köln plant Open-Data-Konzept
Köln plant Open-Data-Konzept (Foto: KölnTourismus GmbH)

Open Data fasst in den Kommunen Fuß. Auch die Stadt Köln arbeitet an einer solchen Strategie. Ein Open-Data-Portal gibt es bereits. Das theoretische Rüstzeug zur weiteren Umsetzung soll eine Studie von Fraunhofer Fokus liefern. In der heute erscheinenden Ausgabe von eGovernment Computing erläutert Kölns OB Jürgen Roters die Strategie.

Bei der Umsetzung der Studienergebnisse bemüht sich Köln, alle Open-Data-Aktivitäten in bestehende eGovernment-Projekte zu integrieren und auch die Mitarbeiter der Stadtverwaltung an diesem Entwicklungsprozess zu beteiligen.

Kölns Oberbürgermeister Jürgen Roters will bei Open Data alle Interessengruppen mit ins Boot holen
Kölns Oberbürgermeister Jürgen Roters will bei Open Data alle Interessengruppen mit ins Boot holen (Foto: Stadt Köln)

Dazu Oberbürgermeister Roters: „Open Data ist ein wichtiger Bestandteil des von der Stadtverwaltung erarbeiteten und vom Rat beschlossenen übergreifenden Konzepts zur Internetstadt Köln. Offene Verwaltungsdaten sind weniger technischer Hype als vielmehr Wandel der Verwaltungskultur. Nur eine nachhaltige Akzeptanz dieser Ziele in der Verwaltung selbst, kann diesen Kulturwandel gewährleisten.“

Daher habe man darauf geachtet, dass die Bausteine der Studie auch mit großem Rückhalt innerhalb der Verwaltung erarbeitet und diskutiert wurden. So seien auch die ersten Ideen für eine künftige Datenerhebung und die Veröffentlichung der ersten Daten auf dem neuen Internetportal www.offenedaten-koeln.de entstanden.

Zum weiteren Vorgehen bei der Umsetzung sagte Oberbürgermeister Jürgen Roters: „Köln hat es sich zur Aufgabe gemacht, diese zukunftsgerichteten Themen im Kontext eines sogenannten Multi-Stakeholder-Ansatz zu diskutieren, um damit alle Interessengruppen, die am Fortschritt und der Ausgestaltung des Prozesses interessiert sind, einzubeziehen. Auch die Konzeption von Open Dat­a wird gemeinsam von den Akteuren aus Verwaltung, Wirtschaft und Bürgerschaft konzipiert und ausgestaltet werden.“

Die von Fraunhofer Fokus erarbeitete Vorstudie stelle dazu als Diskussionsbasis wichtige inhaltliche Grundlagen und Analysen für die Beteiligten zur Verfügung. Die Ergebnisse dieses Diskussionsprozesses würden wiederum in die weiteren Planungen einfließen.

„Am Ende steht ein konkretes Szenario, das die Einführung von offenen Verwaltungsdaten bei der Stadt Köln in ihren jeweiligen Phasen detailliert beschreibt. Zudem werden wir nachvollziehbar und transparent über die jeweiligen Umsetzungsphasen informieren.“

Zum Einführungsszenario liefert die Studie bereits erste Handlungsempfehlungen. So soll bei der Umsetzung darauf geachtet werden, dass die bereitgestellten Daten zur Förderung lokaler Unternehmen und für Betriebsneugründungen genutzt werden können. Zudem sollen die Daten für bereits existierende Stadtentwicklungsstrategien zu nutzen sein.

Zur Frage, wie sich Köln von anderen Open-Data-Projekten unterscheide, erklärte Oberbürgermeister Roters: „Durch die Einbeziehung des renommierten und auf dem Gebiet der offenen Daten etablierten Fraunhofer Fokus wurde sichergestellt, dass auch nationale und internationale Best-Practice-Projekte ausreichend Würdigung finden. Parallel stehen wir in engem Kontakt mit dem Bund und anderen Kommunen und tauschen uns über die verschiedenen Gremien aus.“

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