Videoüberwachung

Knapp 200 Kameras haben in Hessen öffentliche Plätze im Blick

| Autor / Redakteur: dpa / Susanne Ehneß

Frankfurt erhält 1,2 Millionen Euro für den Ausbau der Videoüberwachung
Frankfurt erhält 1,2 Millionen Euro für den Ausbau der Videoüberwachung (© missisya - stock.adobe.com)

Das Sicherheitsgefühl der Hessen soll sich verbessern. Um Straftaten schneller aufzuklären oder gar zu verhindern, unterstützt deshalb das Innenministerium Kommunen, die Videokameras installieren.

Mit insgesamt 191 Kameras überwachen Polizei und Kommunen öffentliche Plätze in hessischen Städten. In 19 Städten seien bereits 23 fest installierte Videoanlagen in Betrieb, teilte das Innenministerium mit. Die Bilder würden überwiegend von der Polizei ausgewertet. Alleine im vergangenen Jahr seien 1.900 Straftaten registriert worden, bei denen die Aufzeichnungen für die Ermittlungen oder gar zur Klärung von Straftaten beitragen konnten, erklärte Innenminister Peter Beuth (CDU).

Hinzu komme der vorbeugende Nutzen der Kameras: Ihre Präsenz trage spürbar dazu bei, dass es an den betreffenden Örtlichkeiten keine Straftaten gebe, teilte Beuth mit.

1,2 Millionen für Frankfurt

Will eine Kommune solche Kameras installieren, dann übernimmt das Land zwei Drittel der Kosten und stellt das fachliche Know-how bereit. Pro Jahr stehen den Angaben zufolge 1,3 Millionen Euro Fördermittel bereit. Der Minister übergab der Stadt Frankfurt einen Bescheid über 1,2 Millionen Euro für die Modernisierung und Ausweitung der Videoanlagen in der Innenstadt. 600.000 Euro bringt die Stadt selbst auf.

In Frankfurt sind nach Angaben des Sicherheitsdezernats bislang an drei Stellen Videoanlagen fest installiert: drei Kameras an der Konstabler Wache, zwei auf dem Bahnhofsvorplatz und eine an der Kreuzung Kaiserstraße/Moselstraße. Sie sollen künftig ihre Bilder in höherer Auflösung übertragen können, so dass Straftäter leichter erkannt und überführt werden könnten. Bis Jahresende sollen mit der Hauptwache und dem Bereich Taunus-/Elbestraße im Bahnhofsviertel zudem zwei neue Standorte hinzukommen.

Ende 2017 wurde beschlossen, die Videoüberwachung „quantitativ und qualitativ“ auszubauen. „Die Kriminalitätslage an diesen Örtlichkeiten hat sich aufgrund der Bildübertragung durch Sicherheitskameras und begleitender Konzepte (Polizeikräfte, soziale Angebote) deutlich verbessert“, hieß es in der Vorlage für die Stadtverordnetenversammlung.

Auch beim kommunalen Sicherheitsprogramm „Kompass“ (KOMmunalProgrAmm SicherheitsSiegel) spielen Videoanlagen eine wichtige Rolle. So hängen 103 der insgesamt 191 Kameras in acht „Kompass“-Kommunen. Nach Angaben des Ministeriums planen drei weitere teilnehmende Städte und Gemeinden derzeit Kameras in ihren Innenstädten aufzubauen. Die umfangreichste Videoanlage unter den „Kompass“-Kommunen steht mit 28 Kameras in Hanau.

Momentan nehmen 50 Kommunen an dem Sicherheitsprogramm des Innenministeriums teil, weitere 19 stehen in den Startlöchern. Auch in diesen Kommunen wurden nach Ministeriumsangaben bereits vier Videoanlagen mit insgesamt 36 Kameras installiert.

Prävention

Ziel der „Kompass“-Initiative ist es, im Netzwerk von Polizei, Kommunen und Bürgern die Sicherheit und das subjektive Sicherheitsgefühl vor der Haustür zu optimieren. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der Prävention. Zur Evaluierung der Initiative wird das Kommunalprogramm wissenschaftlich begleitet.

Hessen habe zuletzt mit neuen mobilen Video-Anhängern das Videoschutz-Portfolio seiner Polizei um eine sehr flexible Komponente erweitert, teilte das Ministerium weiter mit. Erstmals kamen diese polizeieigenen Anlagen beim Schlossgrabenfest in Darmstadt und auf dem diesjährigen Hessentag in Bad Hersfeld zum Einsatz.

Mehr Infos zum hessischen Sicherheitsprogramm finden Sie online auf der entsprechenden Seite des hessischen Ministeriums des Innern und für Sport.

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