Interview

Knackpunkte auf dem Weg zum eGovernment

Seite: 3/3

Firmen zum Thema

Und welche Anwendungen aus dem eGovernment-Gesetz sollten nach Ihrer Meinung priorisiert angegangen werden?

Neveling: Ein wesentlicher Punkt des eGovernment-Gesetzes befasst sich mit der Einführung der elektronischen Akte. Zahlreiche Gespräche auf der CeBIT haben uns bestätigt, dass einer der größten Knackpunkte immer noch die medienbruchfreie Kommunikation zwischen den Behörden ist.

Ein digitaler Austausch zwischen Verwaltungen von Bund, Ländern und Kommunen wäre wünschenswert. Wie so etwas funktionieren kann, haben wir bereits in unserem CeBIT-Showcase gezeigt. Am Beispiel der Beantragung einer Gewerbeerlaubnis konnten wir zeigen, wie der Prozess von der Antragstellung bis zur Bescheid-Zustellung komplett medienbruchfrei und über alle Verwaltungsebenen gestaltet werden kann.

Die Realität sieht allerdings anders aus. Immer noch findet reger Papieraustausch statt – nicht zuletzt deshalb, weil unterschiedliche Gesetzgebungsfristen eine Harmonisierung erst nach 2020 erhoffen lassen. Dabei kann die eAkte für die transparente Dokumentation von Vorgängen und den schnelleren Austausch gute Dienste leisten.

Herr Neveling, Sie betreuen nun seit über einem Jahr den Public Sector als Vertriebsleiter. Ziehen Sie für uns ein kurzes Resümee?

Neveling: Das vergangene Jahr war für mich eine spannende und sehr erfolgreiche Zeit – das zeigen auch die aktuellen Umsatzzahlen. Der Government-Umsatz als größter Träger des Gesamtumsatzes zeigt uns, dass wir mit unseren Themenangeboten für die Öffentliche Verwaltung auf dem richtigen Weg sind. Bis zum Stichtag im Jahr 2020 ist in den Behörden noch einiges zu tun. Ich wünsche mir, dass wir auch nach 2020 die Behörden aktiv bei der digitalen Transformation unterstützen können.

Die Fragen stellte Susanne Ehneß

(ID:43346266)