Studie

Klinische Dokumentation stört Arzt-Patientenverhältnis

| Redakteur: Manfred Klein

Insgesamt wird die digitale Dokumentation von Patientendaten sehr positiv bewertet. Zwischen den Ärzten und dem Pflegedienst gab es keine nennenswerten Unterschiede. Je älter die Befragten waren, desto seltener wurde digitale Dokumentation als Möglichkeit, Zeit zu sparen, wahrgenommen.

Es überwiegen allerdings die positiven Erfahrungen. Vor allem die Verfügbarkeit und Übersichtlichkeit der Daten, die Zeitersparnis und die abteilungsübergreifende Koordination wurden betont. Negativ fielen die doppelte Dokumentation, Schwierigkeiten im Umgang mit EDV sowie eine Erhöhung des Zeitaufwandes auf.

„Generell eine gute Sache, aber die nötigen Arbeitsplätze stehen nicht ausreichend bereit. Hier muss auch ein Umdenken der Geschäftsführung erfolgen“, merkte ein Studienteilnehmer an.

Aus Krankenhaussicht sprechen zahlreiche Gründe für eine technisch effizientere Unterstützung der Dokumentationsprozesse. So kann zum Beispiel durch den Einsatz von Spracherkennung die Datenerfassung verkürzt und verbessert werden und der Patient profitiert davon, dass dem Arzt mehr Zeit für die Behandlung zur Verfügung steht.

In Zahlen liest sich das laut Studie so: Durch die Implementierung von Spracherkennung für Ärzte und Pflegedienst können deutlich zeitliche Puffer geschaffen werden, da schneller gesprochen als getippt wird.

Der Umstieg vom digitalen Diktat mit Transkription zum Diktat mit Spracherkennung kann zu weiteren Effizienzsteigerungen führen, da die Sekretärinnen weniger belastet werden und die Dokumente unmittelbar vorliegen und verfügbar sind.

So belaufe sich beispielsweise die jährliche Kostenersparnis in einem 450 Betten Hospital mit 12 Chef-, 15 Ober-, 20 Fach- und 93 Assistenzärzten sowie 10 Pflegeleitern und 170 Pflegekräften auf 1,1 Millionen Euro, wenn man von einer 20prozentigen-Effizienzsteigerung durch die Verwendung von Spracherkennungssoftware ausgehe.

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„Insgesamt ist Spracherkennung aus unserer Sicht ein ganz zentraler Baustein bei der IT-Transformation eines Krankenhauses. Mit ihr lassen sich viele der Herausforderungen, vor denen Kliniken heute stehen, wunderbar adressieren“, so Björn Arne Aune, General Manager bei Nuance Communications Healthcare DACH.

„Es fehlen nur ganz klar Anreize, elektronische Lösungen anzunehmen und in der alltäglichen Arbeit einzusetzen. Deshalb ist das Fazit der Erhebung gleichzeitig ein Appell an die Entscheider, den Blick auf den operativen Alltag zu richten und mit einfachen, verfügbaren Lösungen, die Arbeit des medizinischen und pflegerischen Personals zu verbessern.“

Eine detaillierte Zusammenfassung der Studie können Sie unter http://engage.nuance.de/himss-klinische-dokumentation herunterladen.

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