Städte intelligent und nachhaltig steuern

Klares Signal für mehr Durchblick

04.02.2010 | Autor / Redakteur: Swantje Schmidt, Senior Business Consultant für den Bereich Public and Social Administration bei Sie / Manfred Klein

City Cockpit macht wichtige Kennzahlen der einzelnen Verwaltungsbereiche sichtbar Quelle: Siemens © eGovernment Computing
City Cockpit macht wichtige Kennzahlen der einzelnen Verwaltungsbereiche sichtbar Quelle: Siemens © eGovernment Computing

Die Steuerung von Metropolregionen wird zunehmend komplexer. Insbesondere das rasante Wachstum von Städten und Ballungsgebieten stellt die Stadtmanager vor große Herausforderungen: Sie müssen stets für moderne Transportmittel sorgen, das Verkehrsaufkommen in Grenzen halten und sich für energiefreundliche Gebäude und geringen CO2-Ausstoß einsetzen. Die größte Schwierigkeit besteht darin, die Balance zwischen wirtschaftlicher Wettbewerbsfähigkeit, einer nachhaltigen, gesunden Umwelt und Lebensqualität zu halten beziehungsweise sicherzustellen – und das in Zeiten knapper Kassen.

Es bedarf daher neuer Antworten auf die Frage, wie Städte diese Aufgaben künftig bewältigen können. Gefragt sind dabei innovative Business-Intelligence-Modelle, die speziell auf die Anforderungen der Aufgabenbereiche einer Stadt abgestimmt sind. Ein Beispiel dafür ist das City Cockpit, eine branchenspezifische IT-Lösung, die Stadtverwaltungen bei der gezielten Steuerung und Planung ihrer anspruchsvollen Projekte unterstützt.

Bereits heute lebt weltweit mehr als die Hälfte der Menschen in Städten, 2030 werden es fast zwei Drittel sein. Der Bedarf an leistungsfähigen öffentlichen Infrastrukturen – etwa für Energie- und Wasserversorgung oder für Transport und Verkehr – nimmt damit in den Ballungsgebieten massiv zu. Die Verantwortlichen müssen sich unter anderem mit steigenden Verkehrsaufkommen auseinandersetzen. Gleichzeitig müssen sie den ständig wachsenden Anforderungen von Bürgern und Wirtschaft tagtäglich gerecht werden. Zudem sind Städte gefordert, Maßnahmen zum Klimaschutz zu ergreifen und sich als attraktiver Standort verstärkt national und international zu positionieren. Durch die Wirtschaftskrise und den damit verbundenen rückläufigen Steuereinnahmen sind Städte zusätzlich gefordert, den Ressourceneinsatz nachhaltig zu planen und zielorientiert zu überwachen beziehungsweise zu steuern. Es gibt dennoch eine Reihe gemeinsamer Themen und Trends für die künftige Entwicklung der Ballungsräume. So lautet zum Beispiel ein Ziel, transparente und ergebnisorientierte Arbeitsabläufe bei gleichzeitig sinkendem Kosten- und Zeitaufwand zu etablieren. Dabei spielt natürlich auch eine sich verschärfende Rechtfertigungssituation zur Verwendung öffentlicher Mittel durch die Städte eine entscheidende Rolle.

Es wird deshalb in Zukunft darauf ankommen, noch genauer zu planen und gezielter zu investieren. Die internen Steuerungsmechanismen sollen qualitativ verbessert werden – insbesondere mit der Möglichkeit, künftig besser bereichsübergreifend arbeiten zu können. Dabei stehen konkrete Aufgaben im Fokus der Führungsebene: Wie kann die Luftverschmutzung reduziert werden? Und wie lässt sich das Verkehrsaufkommen in der Stadt regulieren? In der Regel konzipiert die Öffentliche Verwaltung zu jeder Fragestellung ein Programm, legt ein Budget fest und definiert einzelne Maßnahmen.

Die größte Herausforderung stellen die fehlenden Instrumente dar, um städtische Projekte während der Umsetzungsphase zuverlässig zu überwachen. Bisher erhalten die Verantwortlichen meist erst nach Ablauf des Haushaltsjahres einen genauen Überblick, wie sich ihre Vorhaben, Projekte und die damit verbundenen Budgets entwickelt haben.

Städte verschaffen sich also einen Wissensvorsprung, wenn sie bereits während der Projektumsetzung auf aggregierte Informationen zurückgreifen können oder die Möglichkeiten haben, im Sinne eines Frühwarnsystems Kennzahlen und Details zur weiteren Vorhabensentwicklung abrufen zu können.

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