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IT in einer kommunalen Kläranlage Klären mit moderner Steuerungs-, Netzwerk- und Visualisierungstechnik

| Autor / Redakteur: Hans-Jürgen Kraatz / Jörg Kempf

In Villach reinigt eine der größten kommunalen Kläranlagen Österreichs, mit einer Schmutzfracht von 200 000 Einwohnerwerten, die Abwässer des Großraumes Villach. Das Wiener Unternehmen IAS hat die Anlage mit Steuerungs-, Netzwerk- und Visualisierungstechnik von Rockwell Automation rundum modernisiert.

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Nur der Profi sieht die anspruchsvollen Technologien, die hinter den Kulissen einer Kläranlage für einen reibungslosen Ablauf sorgen. Chemischer und biologischer Verschmutzungsgrad des angelieferten Wassers werden permanent durch Onlinemessungen und Probenehmer kontrolliert, die Prozessparameter dementsprechend vollautomatisch eingestellt – 24 Stunden am Tag, 365 Tage im Jahr.
Nur der Profi sieht die anspruchsvollen Technologien, die hinter den Kulissen einer Kläranlage für einen reibungslosen Ablauf sorgen. Chemischer und biologischer Verschmutzungsgrad des angelieferten Wassers werden permanent durch Onlinemessungen und Probenehmer kontrolliert, die Prozessparameter dementsprechend vollautomatisch eingestellt – 24 Stunden am Tag, 365 Tage im Jahr.
(Bild: Rockwell Automation)

Spezialität der Firma IAS (Internationale Automationssysteme) sind Planung und Engineering elektrotechnischer Einrichtungen für Kläranlagen, Trinkwasseraufbereitungsanlagen und Deponien. „Unser Angebot reicht von der Auswahl mess- und regeltechnischer Komponenten bis hin zu kompletten Automatisierungssystemen“, sagt Firmengründer und Chef Albert Steinwender. Mit Rockwell Automation verbindet Steinwender seit vielen Jahren eine enge Partnerschaft. Deren Vorzüge kamen auch bei einem großen Projekt zur Geltung, das IAS für die Stadt Villach umgesetzt hat.

Der Auftrag umfasste die komplette automationstechnische Modernisierung der städtischen Kläranlage sowie die An- und Einbindung von 35 umliegenden Pumpstationen. Neben dem Austausch zahlreicher Komponenten und Steuerungen wurden ein neues übergreifendes Leitsystem implementiert sowie ein dreischichtiges Netzwerk aufgebaut. Besondere Herausforderung war, dass die Erneuerung der Anlage im laufenden Betrieb erfolgen musste.

Komplexes Verfahren

Aufgrund der Komplexität von Kläranlagen ist eine komplette Modernisierung kaum weniger aufwändig als die Erstinstallation. Gründliche Planung und Termintreue sind deshalb unverzichtbar. Die einfache und effiziente Programmierbarkeit der Allen-Bradley-Komponenten erwies sich hierbei als ein beschleunigender Faktor. Die Skalierbarkeit der Rockwell-Produkte erlaubt es zudem, künftige Erweiterungen oder Änderungen an der Kläranlage problemlos durchzuführen.

Im Villacher Projekt brachte IAS in einem ersten Schritt mehr als 30 Pump- und Hebestationen, die Abwässer vom Umland zur Kläranlage pumpen, auf einen einheitlichen Automatisierungsstandard. Jede Station wurde mit einem Allen-Bradley-Panelview Plus 400-Display ausgestattet, das Betriebszustände leicht lesbar sowohl in vollgrafischen Verfahrensbildern wie auch in Klartext anzeigt.

Diese Informationen sind parallel gleichzeitig in der Leitstelle einsehbar. Die drahtlose Kommunikation dorthin erfolgt über Funk- und GSM-Modem. Bei jenen Stationen, welche über Funk angebunden sind, wird in einem Zeitraster von etwa 20 Sekunden der aktuelle Betriebszustand abgefragt. Stationen mit GSM-Anbindung werden zweimal täglich von der Leitstelle abgefragt und melden Störungen unverzüglich in der Leitzentrale und übertragen die relevanten Daten. Zusätzlich werden im 15-Minuten-Takt Stromverbrauch-Betriebsdaten (Energieverbrauch, Pumpenlaufzeiten, errechnete gepumpte Abwassermenge) zur späteren Auswertung gesendet.

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