Anbindung über VPN Kindergärten und Kitas sicher im Netz

Autor / Redakteur: Arno Laxy / Susanne Ehneß

Die katholischen Gemeindeverbände Hochsauerland-Waldeck und Hellweg haben in einem Gemeinschaftsprojekt allen katholischen Kindergärten und damit potenziell über 1.000 Anwendern in ihrem Gebiet einen sicheren und schnellen Zugang zum Verwaltungssystem der katholischen Kirche ermöglicht.

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Die katholischen Kitas haben nun Zugang zum Verwaltungssystem der katholischen Kirche
Die katholischen Kitas haben nun Zugang zum Verwaltungssystem der katholischen Kirche
(Bild: Caritas)

Als kircheninterner Dienstleister war die Caritas Soest mit der technischen Umsetzung betraut, während Interoute das Netzwerk und sichere Verbindungen sowie eine Colocation-Mög
lichkeit bereitstellt.

Robert Arens, Fachbereichsleiter IT & Organisation beim Caritasverband für den Kreis Soest e. V., bringt es auf den Punkt: „Ich muss mich in den Kindertagesstätten und Kindergärten nicht um die VPN-Verbindungen kümmern. Wo sonst ein IPsec-Tunnel abstürzen könnte, besteht jetzt ein geschlossenes Netzwerk, über das die Mitarbeiter der Kindergärten sicher und zuverlässig auf das zentrale Verwaltungssystem des Kirchenverbandes zugreifen k­önnen.“

Caritas als Dienstleister

Die Caritas spielt in diesem Projekt eine Schlüsselrolle, da sie als Dienstleister auftritt, der unter anderem für die IT-Infrastruktur der verschiedenen Kitas in der Region verantwortlich zeichnet. Letztere wiederum werden von den Gemeindeverbänden Hochsauerland Waldeck und Hellweg als Kompetenzzentren der katholischen Kirchen­gemeinden verwaltet. Als gemeinnützige GmbH sind sie im rechtlichen Sinne auch Träger der Kitas in Meschede und Soest und betreuen insgesamt 148 Kirchengemeinden.

Am Anfang hatte der Gemeindeverband Soest die Idee, Kindergärten über ein VPN zu vernetzen. Die damalige Suche nach einem Provider entschied Interoute für sich. Der Besitzer und Betreiber von Europas größter Cloud-Services-Plattform legte in seinem Angebot sein technisches Know-how überzeugend dar, und die vorgeschlagene Netzarchitektur entsprach den Vorstellungen des Gemeindeverbandes.

Wichtig war insbesondere eine einfache zentrale Verwaltung, Sicherheit und Datenschutz sowie eine unkomplizierte Erweiterbarkeit. Im Verlauf der Kooperation sollte sich zudem herausstellen, dass Interoute immer wieder flexibel und kundenorientiert agierte.

Eine Idee trägt Früchte

Zunächst vernetzte Interoute 26 Kindertageseinrichtungen in der Region Hellweg. Etwas später schloss sich der Gemeindeverband Meschede an, und im Jahr 2012 baute die Caritas die Infrastruktur so weit aus, dass die katholischen Kindergärten in der gesamten Region an das Verwaltungssystem angeschlossen werden konnten. Die Caritas Soest war für die gesamte technische Umsetzung verantwortlich und verstand sich dabei als Dienstleister im Raum der Kirche. „Wir kennen uns mit den Besonderheiten der IT im kirchlichen Umfeld gut aus. Das Projekt zeigt, dass wir eine starke Einheit bilden können, bei der alle partizipieren und von den Synergien profitieren können“, sagt Arens.

Eine enge und kollegiale Zusammenarbeit zeichnete von Anfang an auch das Verhältnis zwischen Gemeindeverbandsverantwortlichen und Caritas-Vertretern auf der einen Seite sowie den im Projekt beteiligten Interoute-Mitarbeitern auf der anderen Seite aus. „Volker Schiemann, Business Solution Consultant bei Interoute, hat uns erklärt, wie das VPN funktioniert. Wir kennen jetzt dessen logische Struktur, wissen, was passiert und warum es sicher ist. Das Gespräch mit dem Techniker war sehr beeindruckend und wichtig für uns“, beschreibt Arens.

Ein offenes Ohr

Dabei schätzt er besonders, dass ein zentraler Ansprechpartner von Interoute für den Kunden immer ein offenes Ohr hat, um Vorgänge abzusprechen und flexibel unbürokratisch Lösungen findet: „Wenn ich sage, ich brauche morgen Zugänge für 20 Kindergärten, dann kriege ich diese ohne langwierige Bestellprozesse eingerichtet“, so Arens.

Anfang 2013 waren über 100 Standorte im Netz. Im Endausbau können es 120 Kindertageseinrichtungen in den Regionen Hellweg und Hochsauerland-Waldeck sein. Mit allen Erziehern und Erzieherinnen sind es über 1.000 potenzielle Anwender. In der täglichen Praxis nutzen circa 200 Mitarbeiter in den Kitas das System. Die IT wird serverseitig unter anderem in einem Colocation-Modell in Düsseldorf betrieben. Die Lösung arbeitet störungsfrei, und weitere Standorte lassen sich schnell integrieren. Dabei ist keine teure Hardware an den einzelnen Standorten notwendig, eine Fritzbox von AVM genügt.

Im Jahr 2013 wird die Anbindung des Hauptstandortes in Soest mit einer digitalen Standleitung, die eine Kapazität von 100 Mbit/s haben wird, ausgebaut, um ein zentrales Backup durchführen und weitere Anwendungen vom Hauptstandort aus betreiben zu können. Das wird auch Lösungen zur zentralen Speicherung von datenschutzrelevanten Daten, wie zum Beispiel Bildungsdokumentationen, umfassen.

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