EU-Dienstleistungsrichtlinie Kick-Off in Berlin

Redakteur: Manfred Klein

Auf dem Fachkongress „Einheitlicher Ansprechpartner für Unternehmen“, den der Deutsche Industrie- und Handelskammertag und der Zentralverband des Deutschen Handwerkes in Berlin veranstalteten, fand der Auftakt zur IT-Umsetzung der EU-Dienstleistungsrichtlinie statt.

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( Archiv: Vogel Business Media )

Im Haus der Wirtschaft kamen hochrangige Vertreter der federführenden Länder Schleswig-Holstein und Baden-Württemberg mit Johann Hahlen, Staatssekretär im Bundesministerium des Innern, und Dr. Walther Otremba, Staatsekretär im Bundeswirtschaftsministerium sowie weitere Projektbeteiligte zusammen.

Projekplan festgelegt

Gemeinsam legten sie einen Projektplan fest, der eine straffe zentrale Koordination sicherstellen und zugleich alle Verwaltungsebenen, die Wirtschaft und die Wissenschaft einbeziehen soll.

So soll bis September 2008 eine Blaupause zur Umsetzung der EU-DLR in mehreren Arbeits- und Abstimmungsschleifen entwickelt werden. Dazu werden die Themenfelder Recht, Organisation und Prozesse, Portale und IT-Rahmenarchitektur und Standardisierung in Arbeitsgruppen bearbeitet. Die Zwischenergebnisse der Arbeitsgruppen werden in Projektforen vorgestellt und diskutiert, in die sich Wissenschaft und Wirtschaft einbringen können.

Enger Zeitplan

Bekanntlich muss die EU-Dienstleistungsrichtlinie bis zum 28.Dezember 2009 vollständig umgesetzt sein. Aufgrund des engen Zeitrahmens soll nach dem 80/20-Prinzip vorgegangen werden: Es wird also kein zu 100 Prozent ausgefeiltes Konzept angestrebt. Wichtiger ist es den Verantwortlichen vielmehr Erfahrung zu sammeln, indem vorhandene IT-Komponenten im Rahmen einer Pilotierung möglichst schnell erprobt und optimiert werden.

Schlüsselrolle für Softwareanbieter

Da den Softwareherstellern dabei eine Schlüsselrolle zukommt, soll die Innovationskraft der deutschen IT-Branche stimuliert werden, indem die Pilotierung verschiedener Lösungsansätze angestrebt wird. Dabei sollen vor allem entsprechende Standards entwickelt werden. Da Deutschland-Online die dafür notwendigen politischen Steuerungsinstrumente und Konzepte zur Verfügung stelle, so die Verantwortlichen, biete die nationale eGovernment-Strategie den idealen Rahmen für die IT-Umsetzung der EU-Dienstleistungsrichtlinie.

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(ID:2008904)