Forstwirtschaft KI unterstützt das Waldmanagement im Klimawandel

Redakteur: Ira Zahorsky

Die deutschen Wälder leiden unter dem Klimawandel: Hitze, Trockenheit und Schädlinge machen ihnen zu schaffen. Das Assistenzsystem EDE 4.0 soll Förster mit Künstlicher Intelligenz bei der Erhaltung und nachhaltigen Bewirtschaftung des Waldes helfen.

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Unterstützung für Försterinnen und Förster im Revier: KIT und EDI GmbH entwickeln ein Assistenzsystem mit Künstlicher Intelligenz (KI) für das Waldmanagement.
Unterstützung für Försterinnen und Förster im Revier: KIT und EDI GmbH entwickeln ein Assistenzsystem mit Künstlicher Intelligenz (KI) für das Waldmanagement.
(Bild: Dominic Hohlbaum/Triebfeder)

Waldökosysteme durch gezielte Maßnahmen widerstandsfähiger machen: dazu will ein Projekt des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) und der EDI GmbH, einem Spin-off des KIT, mit dem Assistenzsystem EDE (Erweiterte Dynamische Einschlagsplanung) 4.0 beitragen. Das cloudbasierte Decision-Support-System arbeitet Künstlicher Intelligenz (KI), läuft in enger Kooperation mit Partnern aus dem Waldmanagement und soll eine nachhaltige Forstwirtschaft unterstützen. „Am Ende der Entwicklung wird eine mobile App stehen, die intuitiv zu bedienen ist und die Försterinnen und Förster vor Ort bei ihrer Arbeit im Wald mit KI unterstützt – etwa bei der Entscheidung, wo geerntet oder wann neu gepflanzt werden soll, inklusive der Erfolgsaussichten einer Pflanzung an einem definierten Standort“, sagt Dr. Thomas Freudenmann, einer der Mitgründer der EDI GmbH.

Damit das System relevante Ergebnisse liefert, muss es aber zunächst Zusammenhänge und Muster erkennen. Dazu werden sehr viele Daten aus ganz unterschiedlichen Bereichen miteinander verschnitten. Das sind etwa Daten zur mittelfristigen Klimaentwicklung, die vom Deutschen Wetterdienst und dem Institut für Meteorologie und Klimaforschung des KIT bereitgestellt werden. Das Institut für Geographie und Geoökologie des KIT liefert spezifisch forstwissenschaftliche Daten, die Forstwirtschaft wiederum Informationen zum Marktumfeld. Nicht zuletzt berücksichtigt das Assistenzsystem aber auch das lokale Wissen der Försterinnen und Förster aus dem Forstrevier.

Über das Projekt EDE 4.0

Das Projekt EDE4.0 wird gefördert durch das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL). Der Projektträger ist die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR). Assoziierte Partner sind das Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg (MLR), die Forstliche Versuchs- und Forschungsanstalt Baden-Württemberg (FVA), die Hochschule für Forstwirtschaft Rottenburg (HFR) und die Stadt Karlsruhe.

Vorgestellt wird das Projekt in der dritten Folge der interaktiven Videoreihe „Sachen machen mit KI“. Während des Abspielens des Videos im interaktiven Videoplayer können die Zuschauer zwischen unterschiedlichen Bild- und Tonspuren wechseln und das Thema aus mehreren Perspektiven erkunden.

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