Suchen

Chaos um Hochschulsoftware Studienplatzvergabe Kann neuer Geschäftsführer die Privatisierung verhindern?

| Redakteur: Gerald Viola

Die Privatisierung ist noch nicht vorm Tisch, aber jetzt soll bei der HIS GmbH erst mal ein neuer Geschäftsführer ran. Und dann soll eine Unternehmensberatung den rechten Weg weisen.

Firma zum Thema

Bildungsministerin Annette Schwavan (Foto: BMBF)
Bildungsministerin Annette Schwavan (Foto: BMBF)

Offiziell liest sich das so: „Die Gesellschafterversammlung der HIS GmbH hat den Aufsichtsrat beauftragt, einen Wechsel in der HIS-Geschäftsführung vorzubereiten. Es ist geplant, in einer außerordentlichen Sitzung der Gesellschafter im Februar einen Nachfolger des derzeitigen Geschäftsführers Prof. Dr. Martin Leitner zu bestellen.“

Weiter wurde beschlossen, die Voraussetzungen zu schaffen, um eine Unternehmensberatung mit einer ergebnisoffenen Evaluation der HIS Hochschul-IT zu beauftragen. Und nachdem 15 Millionen Euro in die Entwicklung der Software geflossen sind, verbreiten die Verantwortlichen Optimismus:

„Der Weg einer möglichen Privatisierung der HIS Hochschul-IT ist eine Option unter mehreren. Selbstverständlich stand auch bereits bisher interessierten Hochschulen jederzeit die Wahl privatwirtschaftlicher konkurrierender Software-Anbieter frei, diese haben jedoch das Gros der deutschen Hochschulen nicht vom Wechsel zu ihren Software-Lösungen überzeugen können.“

Denn vor diesem Hintergrund hätten im Vorfeld der Gesellschafterversammlung die Kanzlerinnen und Kanzler der Universitäten Deutschlands gemahnt, keine vorschnelle Festlegung auf eine mögliche Privatisierung der HIS Hochschul-IT zu treffen, sondern die damit verbundenen Konsequenzen für die Hochschullandschaft sorgfältig zu prüfen.

Blick zurück: Ausgerechnet in den besonders begehrten Studiengängen konnten allein im vergangenen Jahr 17.000 Studienplätze nicht vergeben werden. Dieses Chaos in geregelte Bahnen lenken sollte eine zentrale Internet-Plattform.

(ID:31569440)