14. eGovernment-Wettbewerb

Jury ehrt digitale Vorreiter in Verwaltung, Wissenschaft und eHealth

| Redakteur: Manfred Klein

Die Kategorie „Bestes eHealth-Projekt 2015“ konnte die Medizinische Hochschule Hannover und die TK Landesvertretung Niedersachsen (MHH) mit dem Projekt „Echtzeitfernanpassung von Cochlea Implantaten“ für sich entscheiden.

Patienten mit Innenohrprothesen (Cochlea‐Implantate) bedürfen einer lebenslangen Nachsorge. Mit dem von der MHH entwickelten telemedizinischen Verfahren kann die Nachsorge ambulant und heimatnah für Patienten erfolgen und so zum Beispiel eine Fernanpassung der Hörsysteme (Remote Care Konzept) durchgeführt werden.

Die so vereinfachten Therapie‐ und Verwaltungsprozesse reduzieren signifikant den medizinischen Betreuungsaufwand und erleichtern für Patienten den Umgang mit der Erkrankung. Dazu Jury-Mitglied Prof. Dr. Norbert Hosten, Präsident der Deutschen Röntgengesellschaft: „Der Arzt auf dem Bildschirm erspart mir die Reise.“

Der erste Preis in der Kategorie „Bestes eProjekt aus Forschung, Wissenschaft und Lehre 2015“ schleißlich ging zum einen an die Bundesagentur für Arbeit für das Projekt „Realisierung eines Berufsentwicklungsnavigators (BEN)“ und zum anderen an die Humboldt‐Universität zu Berlin für das Universitätsinformationssystem „Compass. Die zentrale Information“.

Der Berufsentwicklungsnavigator (BEN) der Bundeagentur für Arbeit unterstützt online bei individuellen Entscheidungen für die berufliche Weiterbildung, den Wiedereinstieg, Aufstieg und Berufswechsel. Dabei werden die Angebote zu einem nach individuellen Kundenbedürfnissen ausgerichteten Informationsangebot zusammengeführt.

BEN ist die konsequente Ausrichtung komplexer Informationsangebote an der heutigen Erlebniswelt der Internetnutzer und stellt einen lebenslagenbezogenen Informationszugang zur Verfügung.

Jury-Mitglied Dr. Peter Mecking, IT-Beauftragter des Bundesministeriums für Bildung und Forschung: „BEN, ein umfassender und kompetenter Helfer bei Entscheidungen zur beruflichen Entwicklung.“

Die Humboldt-Universität hat ein Studierenden‐Informationssystem umgesetzt, das als zentrale Anlaufstelle von der Studienwahl bis zur Exmatrikulation im gesamten Lebenszyklus bei Fragen zur Verfügung steht. Es bietet verschiedene Zugangskanäle (eMail, Telefon, persönliche Beratung). Die konkrete Realisierung zeichnet sich durch eine konsequente Zielgruppen‐ und Serviceorientierung aus. Dies wird auch dadurch gewährleistet, dass sowohl in der Konzeption als auch im Betrieb die Studierenden aktiv mit eingebunden sind.

Jury-Mitglied Dr. Peter Mecking, IT-Beauftragter des Bundesministeriums für Bildung und Forschung: „COMPASS hilft von der Einschreibung bis zum Examen bei allen Fragen zum Studium und darüber hinaus.“

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