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eGovernment mit kleinen Schwächen Jeder zweite Internetnutzer geht online ins Amt

| Redakteur: Manfred Klein

Erstmals nutzt mehr als die Hälfte der Internetnutzer Online-Angebote von Behörden und Verwaltung. 26 Millionen Bundesbürger im Alter über 14 Jahren – das sind 52 Prozent der Internetnutzer – gehen bereits online ins Amt.

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Die Bürger nutzen immer häufiger eGovernment. Aber nicht immer werden ihre Anfragen auch beantwortet.
Die Bürger nutzen immer häufiger eGovernment. Aber nicht immer werden ihre Anfragen auch beantwortet.
( Archiv: Vogel Business Media )

Die meisten suchen lediglich nach Informationen, aber bereits jeder sechste nimmt per Internet Kontakt auf. Die weit überwiegende Mehrzahl von 84 Prozent ist dabei mit den Reaktionszeiten der Behörden zufrieden. Das berichtet der Hightech-Verband Bitkom auf Basis einer Befragung, die das Meinungsforschungsinstitut Aris in seinem Auftrag durchgeführt hat.

Allerdings sind die eGovernment-Angebote sehr uneinheitlich ausgebaut. Insgesamt gibt es in Deutschland laut Studie rund 7.000 öffentliche Online-Portale mit unterschiedlichem Entwicklungsgrad. Denn auch dort, wo Interaktivität zum Beispiel durch Kontaktformulare möglich ist, stimmen die dahinterliegenden Prozesse oft nicht. So haben zwei Prozent der Antragsteller überhaupt keine Antwort auf ihre Online-Anfrage erhalten.

Einer früheren BITKOM-Studie zufolge wünscht sich die übergroße Mehrheit der Bundesbürger mehr Online-Angebote der Öffentlichen Verwaltung. So möchten knapp 56 Prozent aller Deutschen per eMail mit Behörden und Ämtern in Kontakt treten. Das Angebot, mit Mitarbeitern im Live-Chat Fragen zu klären, begrüßen fast vier von zehn Bundesbürgern (39 Prozent). Mehr als die Hälfte der Befragten (56 Prozent) wünscht sich außerdem die Möglichkeit, Anträge direkt auf den Internetseiten der Öffentlichen Hand zu stellen, zum Beispiel den Bauantrag, Ummeldungen oder die Anmeldung von Fahrzeugen. Ein fast ebenso großer Teil (52 Prozent) möchte den aktuellen Bearbeitungsstand von Anträgen online abfragen können – so wie schon heute Postkunden den Versandweg ihres Pakets im Internet verfolgen können.

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