Krankenhaus-Studie

Jede zweite Klinik rechnet mit starker Digitalisierung von Leistungen

| Autor / Redakteur: Kathrin Schäfer / Ira Zahorsky

„Auch wenn die Digitalisierung der Gesundheitswirtschaft noch am Anfang steht, müssen sich die Kliniken auf die Nutzung moderner Informationstechnologien einstellen“, sagt Dr. Peter Windeck, Studienleiter und Geschäftsführer bei Rochus Mummert Healthcare Consulting.
„Auch wenn die Digitalisierung der Gesundheitswirtschaft noch am Anfang steht, müssen sich die Kliniken auf die Nutzung moderner Informationstechnologien einstellen“, sagt Dr. Peter Windeck, Studienleiter und Geschäftsführer bei Rochus Mummert Healthcare Consulting. (Bild: Rochus Mummert)

Die Digitalisierung der Gesundheitswirtschaft wirkt sich auch auf die medizinischen Tätigkeiten aus. So erwarten 49 Prozent der Führungskräfte an deutschen Krankenhäusern in den kommenden fünf bis zehn Jahren eine starke bis sehr starke Veränderung der Arbeitsabläufe.

Zusätzlich halten 45 Prozent der Befragten pflegerische Tätigkeiten für „digitalisierbar“. Das sind Ergebnisse der Studie Digitalisierung in der Gesundheitswirtschaft, für die im Auftrag der Personalberatung Rochus Mummert Healthcare Consulting mehr als 300 Führungskräfte an deutschen Krankenhäusern befragt wurden.

Arbeitsabläufe in Kliniken stehen vor einem Wandel

Die Studie macht deutlich, dass die Gesundheitswirtschaft insgesamt vor einem Wandel steht. Denn neben dem medizinischen Bereich wird die Digitalisierung auch die administrativen Aktivitäten nachhaltig verändern. Das glauben 62 Prozent der Klinik-Manager. Ferner eignen sich Bereiche wie Patientenverwaltung (85 Prozent) und ärztliche Versorgung (57 Prozent) für eine Weiterentwicklung zur Digitalisierung.

„Weil sich die Arbeitsabläufe in den Kliniken im kommenden Jahrzehnt verändern werden, müssen nicht nur die technischen Voraussetzungen stimmen“, sagt Dr. Peter Windeck, Studienleiter und Geschäftsführer von Rochus Mummert Healthcare Consulting. „Auch die Führungskräfte selbst müssen sich diesem Wandel stellen.“ Wie die Studie zeigt, ist die große Mehrheit dazu bereit. So möchten etwa zwei Drittel unbedingt in einem stärker digitalisierten Umfeld arbeiten. Weitere 27 Prozent verschließen sich der Veränderung ebenfalls nicht, wünschen sich den Umbruch allerdings in kleinen Schritten.

Weniger als ein Drittel der Kliniken mit digitaler Strategie

„Auch wenn die Digitalisierung der Gesundheitswirtschaft noch am Anfang steht, müssen sich die Kliniken auf die Nutzung moderner Informationstechnologien einstellen. Doch dieser Schritt ist kein Selbstläufer“, sagt Krankenhaus-Experte Windeck. Bislang besitzen lediglich 28 Prozent der deutschen Krankenhäuser eine umfassende Strategie, wie sie den Herausforderungen der digitalen Transformation begegnen wollen. Weitere 46 Prozent haben sich immerhin schon mit Einzelprojekten auf den Weg zur Medizin der Zukunft gemacht. Künftig werden laut Studie etwa für jede vierte medizinische und nahezu jede zweite kaufmännische Führungskraft Kenntnisse zum Thema Digitalisierung Pflicht sein.

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