Reduzierung der Komplexität und Standardisierung als Ziel

Jährliche Einsparungen von bis zu zehn Prozent

| Autor / Redakteur: Wolfgang Cabolet / Susanne Ehneß

Erstrebenswert ist eine Infrastruktur, die Stabilität und Zukunftssicherheit bietet
Erstrebenswert ist eine Infrastruktur, die Stabilität und Zukunftssicherheit bietet (Bild: psdesign1_Fotolia.com)

Die IT-Landschaft beim Schweizer IT-Dienstleister SWITCH wurde konsolidiert und optimiert, um die Kosten zu senken und das Innovationspotenzial zu steigern. Dabei wurde eine umfassende konvergente IT-Lösung erfolgreich implementiert.

SWITCH ist eine Schweizer Stiftung und Partnerin der Schweizer Hochschulgemeinschaft. Sie entwickelt Internetdienste für Lehrende, Studierende und Forschende und unterstützt die Hochschulen bei der Implementierung neuer Technologien für den Unterricht und die Zusammenarbeit in der Lehre und Forschung. Als zentraler IT-Dienstleister muss SWITCH eine Infrastruktur betreiben, die Stabilität und Zukunftssicherheit bietet.

Die IT-Landschaft von SWITCH bestand allerdings aus heterogener Hardware und unterschiedlichen Betriebssystemen wie Debian Linux, Oracle Solaris, Mac OS und Microsoft Windows. Die Folgen waren eine ineffiziente Ressourcennutzung, hohe Wartungskosten und ein hoher Administrationsaufwand. Zudem wurden dadurch die Entwicklung und Bereitstellung neuer Lösungen und Services erschwert.

„Die heterogene IT-Landschaft verursachte sehr hohe Administrationskosten, die wir so nicht mehr akzeptieren wollten“, betont Dr. Filiz Bektas, Team Leader Service Platform bei SWITCH in Zürich, im Hinblick auf den Haupttreiber für die Implementierung einer neuen Infrastruktur. „Eine Reduzierung der Komplexität und Standardisierung in den Bereichen Hardware, Betriebssystem und Netzwerkarchitektur war unser erklärtes Ziel. Wir wollten unsere Mitarbeiter weitestgehend von Engineering-Tätigkeiten in diesen Bereichen entlasten und ihnen Freiräume für wesentlich wichtigere Aufgaben schaffen, zum Beispiel im Hinblick auf die Erweiterung unseres Dienstleistungsangebotes.“

Auswahl

Bei der Auswahl einer Lösung wurde SWITCH vom Schweizer IT-Systemintegrator Acceleris unterstützt. Acceleris ist Vertriebspartner führender Software- und Hardwarehersteller und auch Red Hat Premium Business Partner. Von SWITCH wurde der IT-Dienstleister aufgrund seiner umfassenden Projekterfahrung im Umfeld von Unified Computing ausgewählt. Im Hinblick auf die Zielvorgabe, eine konsistente Infrastruktur mit einheitlichem Betriebssystem und neuer Virtualisierungsplattform zu implementieren, wurde gemeinsam schnell entschieden, die Infrastrukturarchitektur FlexPod in Kombination mit Red Hat Enterprise Linux, Red Hat Enterprise Virtualization und Red Hat Satellite einzusetzen.

„Unsere Entscheidung stand schnell fest, da diese Lösungskombination unsere zentralen Anforderungen zu erfüllen versprach, das heißt geringere Administrationskosten, kurze Bereitstellungszeiten, Sicherheit sowie hohe Skalierbarkeit und Verfügbarkeit“, erklärt Dr. Filiz Bektas. „Lediglich beim Punkt Virtualisierung haben wir noch einige Alternativen näher evaluiert, vor allem VMware, uns hier aber letztlich auch für Red Hat entschieden, aus Kostengründen und weil wir im Hause bereits über KVM (Kernel-based Virtual Machine)-Know-how verfügten.“

FlexPod ist eine gemeinsam von Cisco und NetApp mit Betriebssystem- und Hypervisor-Anbietern wie Red Hat konzipierte Referenzarchitektur. Die vorkonfigurierte Rechenzentrumslösung basiert auf Servern und Netzwerkkomponenten von Cisco sowie Storage-Systemen von NetApp. Kernelement des schnell einsatzfähigen Infrastrukturpaketes ist das Cisco Unified Computing System (UCS). Die vollständig integrierten FlexPod-Lösungen sind validiert und bieten Vorteile wie eine schnelle Implementierung, ein geringes Projektrisiko und niedrige IT-Kosten. Ausserdem ist eine hohe Skalierbarkeit bei der Konzeption der konkreten Systemlandschaft gegeben.

Im Betriebssystemumfeld hat SWITCH die Konsolidierung auf Basis der Open-Source-Software Red Hat Enterprise Linux vorgenommen. „Für uns ist der zentrale Vorteil einer kommerziellen Enterprise-Linux-Lösung der umfassende Hersteller-Support mit regelmäßigen Updates, Fehlerkorrekturen sowie Patches und die kontinuierliche Integration neuer Funktionen und optimierter Treiber“, sagt Dr. Bektas. Für die Bereitstellung, Skalierung und Verwaltung von Red Hat Enterprise Linux nutzt SWITCH Red Hat Satellite und als Virtualisierungslösung kommt Red Hat Enterprise Virtualization zum Einsatz. Die Lösung ermöglicht eine effizientere Nutzung der physischen Hardware. So konnte SWITCH auf Basis der Lösung von Red Hat die Anzahl der physischen Server von 120 auf 40 reduzieren.

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